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25. Oktober 2016, Spartipps

Sieben Tipps zur Wahl der richtigen Krankenkasse

TestbildDurch Vergleichen der verschiedenen Anbieter kann die passende Krankenkasse gefunden und Geld gespart werden. Bildquelle: pixabay, © edar, CCO Public Domain

Bei der Auswahl der Krankenkasse lässt sich viel Geld einsparen. Der Leistungsumfang bei der Grundversicherung ist überall gleich. Doch die Preise unterscheiden sich dabei erheblich. Durch die jährliche Wechseloption hat jeder die Möglichkeit, Kosten zu sparen und bei einer günstigeren Kasse zu unterschreiben.

Ob bei der gesetzlichen Grundversicherung oder den privaten Zusatzleistungen, die Entscheidung für eine Versicherung richtet sich nach vielen individuellen Kriterien. Es lohnt sich, die verschiedenen Angebote genauer anzusehen, und den Leistungsumfang der Police an die persönlichen Anforderungen anzupassen. 

  Alternativen zur Grundversicherung wahrnehmen

Die Grundversicherung ist in der Schweiz die obligatorische Basis bei der Krankenpflegeversicherung. Dieser Standard wird von allen Krankenkassen angeboten und die Leistungen sind identisch. Bei den drei alternativen Systemen besteht jedoch die Möglichkeit, Kosten zu sparen.

      Hausarztsystem

Ausser bei Notfällen und zum Kontrollbesuch beim Augen- und Frauenarzt verzichtet der Versicherte bei diesem Modell auf die freie Arztwahl. Bei einer Erkrankung wird zunächst immer der Hausarzt aufgesucht, der gegebenenfalls eine Überweisung erteilen kann. Durch dieses System besteht für die Beiträge ein Einsparungspotential zwischen fünf und zwanzig Prozent.

HMO-Modell

Ähnlich wie beim Hausarztsystem wendet sich der Patient bis auf die oben genannten Ausnahmefälle an einen Arzt des HMO-Centers (Health Maintenance Organization). Durch die besondere Finanzierungs- und Abrechnungsform bei diesem Modell lassen sich bis zu 25 Prozent der Beiträge einsparen.

Telemedizin-Modell

Bevor bei einem gesundheitlichen Problem ein Arzt aufgesucht wird, muss bei diesem System zunächst eine telefonische Beratungsstelle kontaktiert werden. Hier bekommt der Patient individuelle Verhaltensempfehlungen von medizinischem Fachpersonal oder eine Überweisung zu einem Arzt, Therapeuten oder in ein Spital. Die Einsparmöglichkeiten belaufen sich dabei auf bis zu 15 Prozent.

Vor allem in Regionen mit schlechter medizinischer Infrastruktur sind die alternativen Modelle bei der Grundversicherung interessant, wenn grundsätzlich keine grosse Auswahl an Ärzten zur Verfügung steht.  

  Notwendigkeit von Zusatzversicherungen überprüfen

Je nach individuellem Bedarf oder der jeweiligen Krankengeschichte können ergänzende Leistungen über eine zusätzliche Versicherung abgedeckt werden.

Eine freie Wahl des Spitals oder des Arztes kann beispielsweise über eine private Zusatzversicherung erreicht werden. 

Ausserdem werden verschiedene Zusätze zur alternativmedizinischen Versorgung, eine Kostenübernahme für Nicht-Pflichtmedikamente, aber auch für die Bezahlung der Unterbringung in einem Einzelzimmer bei einem Spitalaufenthalt angeboten. 

Bestimmte Kosten, die nicht Bestandteil der Grundversicherung sind, wie etwa die Zahnreinigung, können über eine private Zusatzversicherung abgedeckt werden.

Bildquelle: pixabay, © rhein28, CCO Public Domain

Hier sollte genau überlegt werden, welche Leistungen benötigt werden, und ob diese nicht bereits durch eine andere Police abgedeckt sind.

  Besondere Aufnahmebedingungen bei den Zusatzversicherungen beachten

Für die Aufnahme in eine Zusatzversicherung besteht kein gesetzlicher Anspruch. Die Krankenkassen können selbst entscheiden, ob ein Patient akzeptiert wird und zu welchen Bedingungen. Über einen Gesundheitsfragebogen werden Alter, Gesundheitszustand und Vorerkrankungen abgefragt. Danach richtet sich die Einstufung der Prämienhöhe.

Die Police kann auch von der Versicherung wieder gekündigt werden. Dabei müssen jedoch die gesetzlichen Fristen berücksichtigt werden, damit genügend Zeit bleibt für eine Alternative zu sorgen. Für Kinder empfiehlt es sich, Zusatzversicherungen bereits vor der Geburt abzuschliessen. Dann erfolgt eine Aufnahme meist zu den optimalen Bedingungen auch ohne Fragebogen. 

❹  Laufzeiten der Policen berücksichtigen

Bei Zusatzversicherungen ist es manchmal günstiger, einen Einjahresvertrag mit der Option zur stillschweigenden Verlängerung abzuschliessen. Dieser verlängert sich dann automatisch, wenn nicht gekündigt wird. So kann einfacher und schneller zu einem aktuell günstigeren Angebot gewechselt werden. 

  Familienrabatte bei Zusatzversicherungen nutzen

Bei der obligatorischen Grundversicherung ist jede Person einzeln versichert. Die Zusatzversicherungen bieten jedoch für Familien attraktive Rabattmodelle an. Oft macht es Sinn, Zusatzversicherungen von verschiedenen Familienmitgliedern bei derselben Kasse abzuschliessen um die Vergünstigungen in Anspruch nehmen zu können.

  Grundversorgung und Zusatzversicherung bei verschiedenen Anbietern abschliessen

Eine Zusatzversicherung kann beim selben Anbieter wie die Grundversorgung abgeschlossen werden. Die einzelnen Krankenkassen bieten unterschiedliche Pakete an und meist werden Rabatte gewährt, wenn eine oder mehrere Zusatzversicherungen gebucht werden.

Doch nicht immer ist dies die günstigste Lösung. Auch hier lohnt es sich, die Angebote der anderen Kassen zu prüfen und gegebenenfalls eine Zusatzversicherung bei einer anderen Versicherung abzuschliessen. Auch hier sind die jeweiligen Kündigungsfristen zu beachten. 

  Anpassung der Franchise und des Selbstbehalts 

Je nach Behandlung muss sich der Versicherte
bei einem Krankenhausaufenthalt
über den Spitalbeitrag an den Kosten beteiligen.

Bildquelle: pixabay, © miniqueaustralia, CCO Public Domain

 

Durch die Anpassung der selbst getragenen Kosten lässt sich zusätzlich Geld sparen. Der Grundbeitrag vermindert sich dabei, je nach Höhe der eigenen Kostenbeteiligung. 

Franchise 

Die Franchise bezeichnet einen Betrag, den der Versicherte pro Jahr zunächst selbst übernimmt. Je nach Kasse werden verschiedene Stufen für die Selbstbeteiligung angeboten. Bei einem Versicherungsvergleich kann das individuell günstigste Verhältnis zwischen Prämienhöhe und der Franchise berechnet werden.

Eine höhere Franchise lohnt sich vor allem für Personen, die über das Jahr nur geringe oder gar keine Leistungen in Anspruch nehmen.  

            Selbstbehalt

Der Selbstbehalt ist der zweite Puffer bei der Beteiligung des Versicherten an den Kosten. Ist die Franchise aufgebraucht, muss bei einem Selbstbehalt von beispielsweise zehn Prozent dieser Anteil bei jeder weiteren Rechnung selbst getragen werden.

Allerdings ist hier ein gesetzlicher Maximalbetrag von CHF 700 pro Jahr für Erwachsene festgelegt. Alles darüber hinaus muss die Krankenkasse voll übernehmen. Ein hoher Selbstbehalt ist für Personen mit chronischen Erkrankungen oder bei häufiger und wiederkehrender Inanspruchnahme von Leistungen nicht zu empfehlen. 

Bei einer ausgeglichenen Lebensweise und einem achtsamen Umgang mit seiner Gesundheit kann über die Möglichkeiten der Selbstbeteiligung jedoch auch viel Geld gespart werden. 

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