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10. Dezember 2014, Finanzielle Freiheit

Teil 7: Setze Dir Ziele

Wünsche und Träume  für finanzielle FreiheitZiele helfen Dir auf Deinem Weg zur finanziellen Freiheit. Foto: iStock

Wer den Hafen nicht kennt, in den er segeln will, für den ist kein Wind der richtige. So lautet ein Zitat von Seneca, einem römischen Philosophen. Aufs Geld übersetzt bedeutet dies, dass unsere Wünsche und Träume ein grosser Motivator sind, um unser Geld in die richtigen Bahnen zu lenken.

Heute Vormittag sass ich Franziska und Georg gegenüber. Sie sind frustriert darüber, dass sie mit ihrem Geld einfach auf keinen grünen Zweig kommen. Immer schon vor Ende Monat ist der gesamte Lohn weg. Den ganzen Monat schuftet Georg hart, aber nie bleibt etwas davon übrig. Franziska ist deshalb jetzt auf Jobsuche, obwohl der Jüngste noch nicht im Kindergarten ist. Ein Job würde die Situation erleichtern, falls der Zusatzverdienst nicht zum Grossteil fürs Bezahlen des Krippenplatzes draufgehen wird. Sie fragen mich, was sie falsch machen.

Im Verlauf unseres Gespräches wird klar, dass Franziska und Georg eine Perspektive fehlt. In ihrer Situation ist weder das Geldverdienen noch das Geldausgeben eine Freude. Eigentlich ist nichts rund ums Geld eine Freude. Alles ist nur mühsam. Nichts kann man sich leisten. Jede kleine Extraausgabe führt den Kontostand vor Ende Monat ins Minus. In solchen Situation wird schnell einmal der Wunsch nach einem Befreiungsschlag in Form eines Kleinkredites gross. Aber das bringt ja auch nur ganz kurze Erleichterung und sehr langen Schmerz. Höchste Zeit für den dritten Grundsatz im Umgang mit Geld!

Der dritte Grundsatz lautet: Setze Dir Ziele!

Das bedeutet, überlege dir Sparziele und fange an, jeden Monat einen Betrag für diese Ziele zu sparen. Unabhängig  davon, wie die finanzielle Situation aussieht. Egal, wie klein der Sparbetrag ist. Jede noch so kleine Summe ist besser als keine Summe.

Kurzer Einschub: In dieser Kolumne habe ich bis jetzt zwei der fünf Grundsätze im Umgang mit Geld vermittelt (siehe Kasten unten). Die fünf Grundsätze sind Orientierungshilfen beim Geldausgeben. Mit ihnen ist es einfach, richtige Entscheidungen zu treffen.

Eine neue Perspektive schaffen

Für seine Wünsche und Ziele zu sparen hat einen interessanten Effekt: Es kommt eine neue Motivation in den Umgang mit Geld hinein. Das habe ich auch bei Franziska und Georg festgestellt. Sobald ich die Sparziele thematisierte, wich der frustrierte Blick und es kam ein interessiertes Leuchten in ihre Augen. Wirklich wahr! Auf ein Ziel hin zu sparen setzt die Motivation frei, auf unwichtige Käufe zu verzichten und diesen Betrag stattdessen zu sparen - weil man weiss, worauf man spart, weil man weiss, dass man so seinem Ziel wieder ein Schrittchen näher kommt. Deshalb geht es bei diesem Grundsatz nicht einfach nur ums Sparen, sondern auf ein ZIEL hin zu sparen. Sparen nur um des Sparens willen ist langweilig und macht höchstens geizig.

Ziele können vielfältig und total verschieden sein, z.B. ein Saxophon kaufen und anfangen zu spielen, ein neues Sofa kaufen für gemütlichere Stunden Zuhause, für 2 Wochen ans Meer reisen, einen Betrag für Notfälle auf der Seite haben und dadurch einen grossen Schritt in Richtung finanzielle Freiheit machen, einem Entwicklungsprojekt in Indien einen Brunnen spenden und dadurch vielen Menschen sauberes Trinkwasser schenken.

Beim nächsten Treffen mit Franziska und Georg wird es nun erstmal darum gehen, den ersten Grundsatz zu besprechen und herauszufinden, wie sie diesen im Alltag anwenden können. Dann werde wir Ende Monat einen sorgfältigen Ausgabenplan erstellen und jedem Franken eine Aufgabe zuteilen. Dabei werden sie herausfinden, welche Ausgaben sie vermeiden wollen, um stattdessen anfangen zu können, für ihre Wünsche zu sparen - auch wenn es anfangs nur ein ganz kleiner Betrag sein sollte. 

Der Weg zu finanziellen Freiheit

Diese Kolumne ist eine Anleitung, wie man sich auf den Weg zu finanzieller Freiheit machen und schrittweise sein Geld in den Griff bekommen kann. Bisher besprochen:

  1. Kannst du dir finanzielle Freiheit leisten?
  2. Entscheide dich, die Kontrolle zu übernehmen.
  3. Der erste Grundsatz im Umgang mit Geld: Gib nicht mehr aus, als Du hast
  4. Der zweite Grundsatz: Plane deine Ausgaben
  5. Den Plan erfolgreich umsetzen
  6. Der vielleicht beste Trick für Frieden mit Deinen Finanzen

Kurs: Mein Geld Reicht

Wie bekomme ich meine Finanzen in den Griff und kann ohne Geldsorgen in Ruhe leben? Im dreiteiligen Kurs von Budgetcoach Stefan Ochs lernt man in entspannter Atmosphäre, wie man zur «Finanziellen Freiheit» gelangt. Hier kann man sich anmelden.

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Autor: Stefan Ochs

Stefan Ochs begleitet Menschen auf dem Weg in die finanzielle Freiheit und bietet dazu Kurse, E-Mail Lehrgänge und persönliche Beratung an. Den Weg in die finanzielle Freiheit musste er selber mühsam erlernen. Er ist verheiratet mit einer attraktiven Bündnerin und hat zwei Teenager, die die all-inclusive Buchung im Hotel Mama aufs Vollste auskosten. Mehr auf: meingeldreicht.ch

Autor: Stefan Ochs

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