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23. Februar 2015, Finanzielle Freiheit

Teil 11: Was ist schwieriger: Kinder zu erziehen oder sein Geld im Griff zu haben?

Geld hat weniger Willen Die herzigen süssen Babies haben einen knallharten Willen - ganz im Gegensatz zum Geld. Foto: iStock

Die Antwort liegt auf der Hand: Geld muss man nicht die Windeln wechseln, Geld schreit nicht mitten in der Nacht nach dem Fläschchen, Geld quengelt beim Einkaufen nicht an der Ladenkasse, Geld muss man nicht bei den Hausaufgaben helfen, Geld lässt im Kinderzimmer nicht immer alles am Boden liegen...

Das sind eindeutige Argumente, dass Kinder erziehen schwieriger ist als sein Geld im Griff haben. Der alles entscheidende Unterschied: Geld hat keinen eigenen Willen. Im Gegensatz zu Kindern (Gott sei Dank). Unser Sohn Matthias war noch ganz klein, lag in seinem Bettchen, und irgendetwas lief nicht so, wie er wollte. Ich weiss nicht mehr genau, was es war, wahrscheinlich etwas mit Nichtschlafenwollen. Er konnte noch nicht reden, noch nicht laufen und praktisch noch gar nichts, aber seinem Willen konnte er unmissverständlich Ausdruck geben. Er benutzte dazu einfach das, was ihm zur Verfügung stand: Seine Stimme (besser gesagt: sein Schreien). Es war für mich ziemlich verblüffend festzustellen, dass die kleinsten Babies schon einen Willen haben - und ihn benutzen! 

Dem Geld muss man nie die Windeln wechseln

Demgegenüber ist es sehr erfreulich, dass Geld immer genau das macht, was man ihm sagt. Wirklich immer. Das klingt zwar selbstverständlich, aber man muss sich das trotzdem erstmal so richtig vergegenwärtigen. Wenn Du hundert Franken nimmst und auf Dein Sparkonto einzahlst und diesen hundert Franken sagst, sie sollen dort bleiben, dann bleiben sie auf dem Sparkonto und bewegen sich keinen Millimeter davon weg. Kein Schreien, kein quengeln, nichts. Geld hat keinen eigenen Willen. Es machst genau das, was Du ihm sagst.

Das passiert, wenn man seinem Geld nicht sagt, was es tun soll

Genauso erstaunlich, jedoch alles andere als erfreulich ist es, festzustellen, was passiert, wenn man seinem Geld nicht sagt, was es tun soll: Es löst sich auf und verschwindet unaufhaltsam in alle Richtungen. Und man hat keine Ahnung, wohin es gegangen ist!

Dass Geld keinen Willen hat, kommt uns sehr entgegen und erleichtert es uns enorm, finanzielle Freiheit zu erreichen. Wir müssen nicht mit einem fremden Willen streiten, sondern wir haben es nur mit unserem eigenen Willen zu tun.

Geld wehrt sich nicht

Wie nutzen wir nun diesen Vorteil? Beim Erstellen unseres monatlichen Planes für unser Einkommen (siehe Teil 4, Teil 5 und Teil 6), können wir bestimmen, was mit unserem Lohn passieren soll. Das Geld wird sich nicht dagegen wehren. Wenn wir jedem Franken, den wir verdient haben, eine Aufgabe zuteilen, dann wird das Geld genau diese Ausgabe ausführen. Deshalb ist ein monatlicher Plan ein hervorragendes Mittel, um jeden Monat das Beste aus Deinem Lohn herauszuholen. Nutze den Plan, um jedem verdienten Franken eine Aufgabe zuzuteilen. 

Es ist jetzt gerade wieder Ende Monat, der Februarlohn erscheint bald auf Deinem Konto. Pack diese Gelegenheit, zeige Deinem Geld, was es zu tun hat und erstelle Deinen persönlichen Plan für Deinen Februarlohn. Dein Geld wird sich nicht dagegen wehren, es wird mitmachen, denn es hat keinen eigenen Willen.

 

Autor: Stefan Ochs

Stefan Ochs begleitet Menschen auf dem Weg in die finanzielle Freiheit und bietet dazu Kurse, E-Mail Lehrgänge und persönliche Beratung an. Den Weg in die finanzielle Freiheit musste er selber mühsam erlernen. Er ist verheiratet und hat zwei Teenager. Mehr auf: meingeldreicht.ch

Autor: Stefan Ochs

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