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11. März 2015, Finanzielle Freiheit

Teil 12: Unterwegs zu finanzieller Freiheit gibt es eine Abkürzung

Wollen Sie einen Sonnenuntergang besitzen? Warum wollte ich noch nie den Sonnenuntergang besitzen? Foto: iStock

Zufriedenheit ist der Schlüssel zu Freiheit, hörte ich heute in einem Podcast. Jetzt beschäftigt mich dieser Gedanke schon die ganze Zeit. Hauptsächlich frage ich mich: Warum wollte ich eigentlich noch nie den Sonnenuntergang besitzen? Den Sonnenuntergang kann ich immer und immer wieder anschauen. Es wird mir nie langweilig dabei. Wenn einem etwas gefällt, ist die normale Reaktion, dass man es besitzen will. Über den Sonnenuntergang  habe ich mir noch nie solche Gedanken gemacht.

Auch nicht über den Kauf einer Villa am Zürichberg, obwohl ich einige Beziehungen dazu habe. Meine Grossmutter putzte in einer Villa, und als Kind konnte ich gelegentlich mitgehen und zum Beispiel in den Ferien den ganzen Tag dort verbringen, im ganzen Haus rumlaufen, mit den Hunden spielen, im Pool baden, mehr oder weniger tun, was ich wollte.

Klar, beides, der Sonnenuntergang und die Villa, liegen absurd weit ausserhalb meiner finanziellen Möglichkeiten, aber warum machen sich meine grauen Zellen nicht trotzdem zumindest ein paar Gedanken dazu? Bei anderen manchmal auch absurden Ideen können sie sich stundenlang überlegen, wie man einen Kauf oder eine Idee realisieren könnte...

Und jetzt?

Was passiert eigentlich, wenn ich etwas kaufe, was ich mir schon lange gewünscht habe? Bin ich dann überglücklich? Breitet sich ein Gefühl der totalen Zufriedenheit aus? Geht so. Ganz ehrlich: Manchmal ist da auch ein  dumpfes Gefühl, das sagt: Und jetzt? Es wäre schlimm, wenn ich den Sonnenuntergang oder die Villa tatsächlich kaufen könnte und das einzige Ergebnis davon ein "Und jetzt?" wäre.

Warum zwingend immer gleich besitzen?

Was hat das alles mit finanzieller Freiheit zu tun? Finanzielle Freiheit erreicht man viel schneller, wenn man die Haltung zum (in meinem Fall) Sonnenuntergang und der Villa auf andere Bereiche übertragen kann. Jemand sagte einmal: Man kann Dinge bewundern, ohne sie gleich erwerben zu müssen. Nicht, dass das einfach wäre, aber es stimmt schon: Warum eigentlich zwingend immer gleich alles besitzen? Ich glaube, es ist, weil man dann meint, zufriedener zu sein. Manchmal stimmt das auch, aber bestimmt oftmals auch nicht. Als ich vor einiger Zeit mal so richtig in eine Stimmung völliger Unzufriedenheit verfiel, riet mir ein Freund, mir vor Augen zu malen, was ich alles Gute im Leben hatte. Das fand ich zuerst eine blöde Idee, begann dann aber trotzdem damit und war ziemlich verblüfft, was mir dabei alles in den Sinn kam. Das "Und jetzt?" Gefühl verschwand.

Die Abkürzung ausprobieren

Ich finde, es ist es wert, diese Abkürzung auszuprobieren und das Konzept vom Sonnenuntergang und der Villa auf das ganze Leben auszudehnen: Dinge schön finden, ohne sie gleich besitzen zu müssen. Eines kann ich Dir garantieren: Auf dem Weg zu finanzieller Freiheit wird das in Franken und Rappen ausgedrückt sehr positive Auswirkungen haben. 

 

Autor: Stefan Ochs


Stefan Ochs begleitet Menschen auf dem Weg in die finanzielle Freiheit und bietet dazu Kurse, E-Mail Lehrgänge und persönliche Beratung an. Den Weg in die finanzielle Freiheit musste er selber mühsam erlernen. Er ist verheiratet und hat zwei Teenager. Mehr auf: meingeldreicht.ch

Autor: Stefan Ochs

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