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15. Oktober 2014, Banking

Was ist Private Banking und lohnt es sich für mich?

Was Private Banking ist und wann es sich lohnt Vermögende Kunden werden im Private-Banking-Bereich individuell beraten. Foto: iStock

Beim Private Banking wird für vermögende Kunden die optimale Anlagestrategie gesucht. Wer weniger als 50'000 bis 100'000 Franken anlegen möchte, ist jedoch im herkömmlich Retail Banking besser bedient.

Der Begriff «Private Banking» ist nicht einheitlich definiert und meint in der Regel die individuelle Beratung und Betreuung von vermögenden Kunden. Das Serviceangebot des Private Bankings umfasst unter anderem die Vermögensverwaltung und -beratung. Bei der Vermögensverwaltung gibt der Kunde einem Institut den Auftrag, das Vermögen komplett zu verwalten und nimmt direkt keinen Einfluss mehr auf einzelne Anlageentscheidungen.

Um Private-Banking-Angebote zu nutzen, müssen Kunden über ein gewisses Vermögen verfügen: Je nach Institut wird ein Mindestanlagebetrag von 50'000 bis zu 500'000 Franken vorausgesetzt. Wenn Sie ein Vermögen von weniger als 50'000 bis 100'000 Franken anlegen möchten, sind herkömmliche Retail-Banking-Anlagemöglichkeiten oder eine Online-Vermögensverwaltung die besseren Lösungen.

Was unterscheidet Private Banking von Retail Banking?

Retail Banking ist das herkömmliche Privatkundengeschäft von Banken. Zu den Bereichen des Retail Bankings gehören Lohn- und Sparkonten, Baufinanzierung oder Investitionen in Vorsorgeeinrichtungen. Die Kunden sind meist weniger vermögend als Private-Banking-Kunden und ihnen werden im Retail Banking standardisierte Produkte angeboten.

Im Gegensatz dazu sind Private-Banking-Kunden vermögender. In einem Beratungsprozess werden die individuelle Situation analysiert und Anlageziele festgelegt. Die Übergänge zwischen Kunden am unteren Ende des Private Bankings und dem oberen Ende des Retail Bankings können fliessend sein. Aus rein organisatorischer Sicht der Bank sind die zwei Bereiche jedoch klar getrennt.

Wie viel kostet Private Banking? 

Je grösser das Vermögen desto eher lohnt es sich das Private-Banking-Angebot einer Bank oder einen unabhängigen Vermögensverwalter in Anspruch zu nehmen. Private Banking macht häufig auch dann Sinn, wenn Sie Ihr Vermögen bezüglich der Steuern optimieren möchten.

Die Kosten für Private Banking unterscheiden sich je nach Institut. Häufig wird ein Prozentteil des Anlagebetrags als Vermögensverwaltungsgebühr verrechnet. Diese Vermögensverwaltungsgebühr liegt im Schnitt etwa zischen 0,5 und 1,5 Prozent des Anlagebetrags. Laut dem Finanzportal Moneyland.ch ist eine Vermögensverwaltungsgebühr von mehr als 1,5 Prozent und Erfolgshonorare von über 20 Prozent kaum zu rechtfertigen. Ein Vergleich der verschiedenen Private-Banking-Angebote der Schweiz finden Sie unter Assetinum.ch.

Autor: Katharina Jochum

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