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13. April 2015, Banking

Wie funktioniert das kontaktlose Bezahlen mit NFC?

Kreditkarten mit NFC Das kontaktlose Bezahlen mit NFC-fähiger Kreditkarte hat sich in der Schweiz noch nicht wirklich durchgesetzt. Foto: iStock

Wenn Sie eine neue Kreditkarte bestellen, ist diese mit grösster Wahrscheinlichkeit NFC-fähig. Dennoch hat sich in der Schweiz das kontaktlose bezahlen via NFC-Kreditkarte noch nicht durchgesetzt.

Das kontaktlose Bezahlen ist auf dem Vormarsch, wenn auch noch etwas langsam. In der Schweiz sind gut zwei Millionen Kreditkarten im Umlauf, die das Bezahlen via NFC zulassen, so das Vergleichsportal Moneyland.ch.

Die Nahfeld-Kommunikation (aus dem Englischen Near Field Communication, kurz NFC) lässt das kontaktlose Übertragen von Daten über kurze Distanzen von wenigen Zentimetern zu. Vor einigen Jahren wurde begonnen Kreditkarten mit NFC-Chips auszustatten. Ob Ihre Kreditkarte das Bezahlen via NFC erlaubt, erkennen Sie an einem Funksymbol, dass auf der Karte aufgedruckt ist.

Mit der NFC-Technologie ist es nicht mehr nötig die Kreditkarte in einen Terminal zu stecken. Es reicht, sie in die Nähe zu halten. Kleine Beträge bis 40 Schweizer Franken können anschliessend ohne PIN-Eingabe bezahlt werde. Ist der Betrag höher, muss der PIN-Code der Kreditkarte im Terminal eingegeben werden. Gerade für kleine Beträge ist der NFC-Standard eine praktische Angelegenheit, um sowohl Kunden als auch Händlern Zeit einzusparen.

Wo kann ich mit NFC bezahlen? 

Die Annahmestellen für NFC werden laufend erweitert. Migros, Coop, Denner und Globus haben Ihre Geschäfte bereits in den vergangenen Jahren umgerüstet. Auch in weiteren Geschäften, wie IKEA, McDonalds oder den K-Kiosk-Filialen ist das kontaktlose Bezahlen möglich. Mittlerweile sind gar Restaurants, kleinere Geschäfte oder Bars mit einer NFC-fähigem Terminal ausgestattet. Ob ein Terminal NFC-fähig ist, erkennen Sie ebenfalls am aufgedruckten Funksymbol.

Bis anhin sind nur Kreditkarten mit der NFC-Funktion ausgestattet. Maestro-Karten sollen jedoch bald folgen. Laut einem Bericht der Handelszeitung plant PostFinance noch im Sommer 2015 ihre Maestro-Karten mit dem NFC-Chip auszustatten.

Wie sicher ist NFC?

Laut einer Umfrage von Comparis.ch schätzen fast 60 Prozent der befragten Kreditkartenbesitzer das kontaktlose bezahlen als weniger sicher ein, wie das herkömmliche Zahlen mit einer Kreditkarte. Eine Missbrauch-Gefahr besteht, wenn die Karte gestohlen wird.

Der PIN-lose Einkauf bis 40 Franken kann theoretisch unbegrenzt häufig durchgeführt werden. Wie bei einer herkömmlichen Kreditkarte jedoch, tragen die Kreditkartenfirmen das Risiko, insofern der Kunde die Sorgfaltspflicht eingehalten hat. Das heisst: Kreditkarten-Abrechnungen sorgfältig prüfen, Diebstahl unmittelbar melden und Karte sperren lassen. 

Von Experten bemängelt wird, dass die Daten mit speziellen Geräten ausgelesen werden könnten. Auf dem NFC-Chip sind Kreditkartennummer, das Ablaufdatum und der Name gespeichert.Den Herstellern sei jedoch bis anhin kein Fall bekannt, bei dem es alleine durch NFC-Spähversuche zu Betrugsfällen gekommen sei, wie Swisscard gegenüber Watson.ch versichert. Die Karte könne nur in einem Abstand von maximal vier Zentimetern gelesen werden.

Autor: Katharina Jochum

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