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20. Juni 2013, Banking

Schutz vor Kartenmissbrauch: Das raten Polizei und Experten

Kartenmissbrauch: So schützen Sie sich vor Betrüger Um die Gefahr des Kartenmissbrauchs zu dämmen, hat die Polizei nun die Initiative "Stop Skimming" ins Leben gerufen. Foto: Hemera

Durch Kartenmissbrauch sind in der Schweiz Schäden in Millionenhöhe entstanden. Allein durch „Skimming“ wurden in einem Jahr 15 Millionen Franken von kriminellen Banden erbeutet. Die Zahlen steigen und immer wieder tauchen neue Tricks beim Karten-Betrug auf. Die wichtigsten Tipps zum Schutz vor Kartenmissbrauch durch Kriminelle.

Sie manipulieren Geldautomaten, installieren Apparaturen mit denen sie die Magnetkarten scannen oder bringen versteckte Videokameras an und filmen die Eingabe der Geheimnummern. Kartenmissbrauch durch EC-Karten-Betrug wird immer dreister und raffinierter. Die Polizei hat deshalb die Initiative „Stop Skimming“ ins Leben gerufen und will Bürger vor Kartenmissbrauch schützen. Auf der Internetseite stop-skimming.ch gibt es aktuelle Meldungen und praktische Tipps gegen Kartenmissbrauch. Die Experten raten unter anderem beim Schutz vor Betrug zu folgenden Massnahmen:

Geheimer PIN-Code
Ihr PIN-Code ist geheim und darf in keinem Fall an andere Personen – auch nicht an Mitarbeitende Ihres Finanzinstituts oder an Polizisten – weitergegeben, mit der Karte aufbewahrt oder auf der Karte vermerkt werden. Geben Sie Ihren PIN-Code nie zur Türöffnung ein, damit Kriminelle es beim Kartenmissbrauch nicht leicht haben an den Code heranzukommen.

Es empfiehlt sich beim Schutz vor Kartenmissbrauch, für den PIN-Code keine leicht zugänglichen Kombinationen wie Geburtstage, Autonummern usw. zu wählen. Wichtig ist, dass Sie Ihren PIN-Code auswendig lernen. Dabei kann es helfen, sich eine Eselsbrücke zu bilden. Zum Beispiel mit einer Form für das Eingabemuster, einer Rechnung oder Geschichte für die einzelnen Ziffern (Beispielsgeschichte für PIN-Code 597121: Ich brauche 5 Minuten, um zur Tramstation der Linie 9 zu kommen, dann fahre ich 7 Minuten zu meiner Haltestelle, dort hat es 1 Kebabstand mit 2 Angestellten und 1 Chef).

Kartenmissbrauch mit PIN-Code
Wichtiger Tipp gegen Kartenmissbrauch: Geben Sie an allen Kartenautomaten Ihren PIN-Code verdeckt ein. Halten Sie dazu eine Hand oder Ihr Portemonnaie über die andere. Lassen Sie niemanden das Eingeben des PIN-Codes beobachten.

Kartenmissbrauch beim Geldabheben
Kartenmissbrauch beim Geldabheben. Lassen Sie sich beim Geldabheben, Bezahlen oder Billettlösen nicht ablenken. Fordern Sie zu nahe tretende Personen auf, Abstand zu halten. Lassen Sie sich nicht in ein Gespräch verwickeln und nehmen Sie keine Hilfe von bekannten und unbekannten Personen an, wenn zum Beispiel Ihre Karte im Automaten feststeckt.

Bauchgefühl schützt vor Kartenmissbrauch
Geben Sie am Kartenautomaten Ihrer Intuition nach: Wenn Ihnen ein Automat verdächtig vorkommt oder Sie sich am Automaten unwohl fühlen, weil zum Beispiel dubiose Personen in der Nähe sind, jemand Sie anspricht oder Ihnen zu nahe kommt, brechen Sie den Bezahl- oder Geldabhebevorgang ab und suchen Sie sich einen anderen Automaten. Wenn Ihr Bauchgefühl vor Kartenmissbrauch warnt, hören Sie darauf.

Karte nicht aus der Hand geben
Geben Sie Ihre Karte nie aus der Hand – weder einem Helfer beim Geldautomaten noch einem Serviceangestellten. Die Karte kann blitzschnell ausgetauscht werden und es kommt zum Kartenmissbrauch ohne dass Sie es merken.

Bei Kartenmissbrauch Karte sofort sperren lassen
Lassen Sie Ihre Karte bei Verdacht auf Kartenmissbrauch umgehend sperren. Das Gleiche gilt bei Diebstahl, Verlust oder Einzug der Karte am Automaten.

Verdacht von Kartenmissbrauch melden
Informieren Sie bei manipulierten Automaten oder konkretem Verdacht auf Kartenmissbrauch bzw. EC Karten-Betrug den Automatenbetreiber. Ausserhalb der Bürozeiten wenden Sie sich an die Polizei über die Notrufnummer 117. Sie helfen so, weiteren Schaden zu vermeiden.

Präventive Massnahmen gegen Kartenmissbrauch
Die meisten Finanzinstitute führen aktuell Vorsichtsmassnahmen gegen Kartenmissbrauch in Form von Einschränkungen für die Kartennutzung im Ausland ein. Am effektivsten sind dabei einerseits das sogenannte Geoblocking oder Geocontrol. Damit kann die Karte nur in ausgewählten Ländern eingesetzt werden.

Andererseits setzen verschiedene Institute aber auch auf die Reduktion der Bezugslimiten für den Karteneinsatz im Ausland. Da diese Massnahmen gegen Kartenmissbrauch je nach Finanzinstitut unterschiedlich zum Einsatz kommen, empfiehlt es sich, Kontakt mit dem eigenen Finanzinstitut aufzunehmen. Denn je nachdem erfolgt die Länderselektion durch das Finanzinstitut selber oder durch den Kunden. Machen Sie Gebrauch von diesem Angebot.

Kontobewegungen kontrollieren
Überprüfen Sie regelmässig Ihren Kontoauszug und kontaktieren Sie bei Unstimmigkeiten und dem Verdacht auf Kartenmisbrauch sofort Ihr Finanzinstitut.

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