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08. Mai 2014, Banking

Wie sinnvoll ist es, ein Jugendkonto einzurichten?

Jugendkonto: Wie hilft es, den Umgang mit Geld zu lernen? Ein Jugendkonto kann Kindern und Teenagern helfen, sich an das Verwalten eines eigenen Budgets zu gewöhnen. Foto: dolgachov / iStock / Thinkstock

Kinder und Jugendliche müssen den Umgang mit Geld lernen, damit sie auch im Erwachsenenleben damit zurecht kommen und sich nicht überschulden. Um die Teenager dabei zu unterstützen, bieten viele Banken ein Jugendkonto an. Doch wie kann das dabei helfen, später angemessen mit Geld umzugehen?

Wenn junge Erwachsene einmal einen eigenen Hausstand gründen und die Finanzen fortan selbst verwalten müssen, ist die Gefahr gross, in eine der lauernden Schuldenfallen zu tappen. Das droht vor allem dann, wenn sie den Umgang mit Geld nicht frühzeitig gelernt haben.

Jugendkonto wird nur als Guthabenkonto geführt

Die meisten Banken werben mit einem Jugendkonto. So sollen Kinder, schon lange bevor sie ihr Leben selbst organisieren müssen, lernen, ein eigenes Budget zu verwalten. Als Ergänzung zu Gesprächen mit Eltern und dem Gelernten aus der Schule, kann ein Jugendkonto darum sinnvoll sein. Ein idealer Einstieg in Bankgeschäfte ist es zudem, weil es ein Guthabenkonto ist, und damit nicht überzogen werden kann. Kontoführungsgebühren fallen dabei keine an und das Guthaben wird verzinst (1 Prozent, Stand: April 2014).

Je nach Bank, wird ab einem bestimmten Alterslimit bei einem Jugendkonto eine EC-Karte ausgegeben, allerdings dient diese nur zum Geld abheben am Automaten, und zwar bis zur Höhe eines festgelegten Limits. Ab dem 16. Lebensjahr wird zusätzlich meist gratis eine Kundenkarte oder Maestro-STUcard gewährt und es werden spezielle Events für Jugendliche angeboten.

Übrigens besteht auch die Möglichkeit, schon vorher ein Kinderkonto, Taschengeldkonto oder Schülerkonto einzurichten. Bei diesen Konten wird keine EC-Karte vergeben, sondern sie dienen zum Ansparen und Einzahlen des Taschengeldes. Sie werden verzinst und sind deshalb eine sichere, sowie zumindest etwas rentable Alternativen zum Sparschwein. 

Kinder beim Jugendkonto anfangs unterstützen

Nach dem Eröffnen des Jugendkontos sollten Sie gemeinsam eine Budgetplanung durchführen. Notieren Sie die Höhe des Sackgeldes und stellen Sie die geplanten Ausgaben gegenüber. Der Überschuss kann am Ende des Monats auf ein Jugendsparkonto eingezahlt und so zum Sparen für einen grösseren Wunsch verwendet werden. Dieses Konto kann im Gegensatz zum Jugendkonto nicht für den Zahlungsverkehr eingesetzt werden.

Eltern sollten die Kinder auch erstmal beim Führen ihres Jugendkontos begleiten. So können sie ihnen den Sinn von Bankgeschäften erklären und den Teenagern bei den ersten Schritten in die Selbstverwaltung helfen. Erst, wenn ein Jugendlicher meint, alleine  zurecht zu kommen, sollten Eltern sich zurückziehen.

Experten empfehlen Jugendkonto spätestens mit 14

Die Experten der Basler Kantonalbank empfehlen, dass Kinder so früh wie möglich den Umgang mit Geld lernen und raten dazu, spätestens mit 14 Jahren ein Jugendkonto einzurichten. Dadurch lernen Jugendliche rechtzeitig die Richtlinien des bargeldlosen Zahlungsverkehrs. Bei der Basler Kantonalbank kann ein Jugendkonto bis zum 20. Geburtstag geführt werden.

Viele Banken in der Schweiz haben übrigens erkannt, dass bei Eltern Unsicherheiten in Bezug auf das Thema «Geld und Erziehung» bestehen. Die Berner Kantonalbank beispielsweise führt deshalb Informationsveranstaltungen durch, wie Schüler es lernen können, verantwortungsvoll mit Geld umzugehen.

Beim Umgang mit Jugendkonto Freiräume lassen

Ein Jugendkonto ist eine gute Möglichkeit, Kindern und Jugendlichen Themen wie Budgetplanung, Bankgeschäfte, Sparen und Schulden nahe zu bringen. Auch wenn die Eltern ihre Kinder dabei begleiten sollten, dürfen sie jedoch keine übermässige Kontrollfunktion einnehmen. Denn motivierend ist ein Jugendkonto nur dann, wenn die Kinder oder Teenager einen Freiraum haben, mit ihrem eigenen Geld umgehen zu können.

Vorteile eines Jugendkontos

  • Kinder lernen Umgang mit Geld
  • Es ist gebührenfrei
  • Sicherer als zu Hause im Sparschwein
  • Guthaben wird verzinst

Autor: Bianca Sellnow

Autor: Bianca Sellnow

Schlagworte
  • Wie sinnvoll ist es, ein Jugendkonto einzurichten?
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