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18. November 2013, Banking

So schützen Sie sich vor einer Fehlberatung bei der Bank

Fehlberatung der Bank: Wie schütze ich mich am besten davor? Wer die angebotenen Finanzprodukte selbst versteht kann sich am besten vor einer Fehlberatung bei der Bank schützen. Foto: iStock / Thinkstock

Eine Fehlberatung bei der Bank ist leider kein Einzelfall. Immer wieder kommt es vor, dass Kunden Geld verlieren, weil sie sich aufgrund der Beratung für falsche Finanzprodukte entscheiden. Ganz ausschliessen kann man Verluste zwar nie. Doch die nachfolgenden Tipps helfen, das Risiko einer Fehlberatung bei der Bank zu minimieren.

Ab dem 1. Januar 2014 sind Vermögensverwalter in der Schweiz verpflichtet bei einem Kundengespräch über Anlagen ein Beratungsprotokoll auszustellen, das der Kunde unterzeichnen muss und somit Inhalt sowie Richtigkeit bestätigt. Diese Neuregelung im Zuge der Verabschiedung des revidierten Kollektivanlagengesetzes soll dazu beitragen, dass eine Fehlberatung bei der Bank eingeschränkt wird.

Jedoch gibt es Kritiker, die den Sinn des Beratungsprotokolls in Frage stellen. Sie verweisen auf die Praxis-Erfahrungen in Deutschland, wo seit 2010 ein Beratungsprotokoll angefertigt werden muss, um Fehlberatungen bei Banken zu reduzieren. Die Erfahrungen dort sind zwiespältig: Zum einen bedeutet es einen enormen Zusatzaufwand für die Berater. Sie sind mittlerweile mehr mit der Protokollierung beschäftigt als mit dem Kundengespräch. Zum anderen ist fraglich, ob Kunden dadurch vor einer Fehlberatung der Bank nachhaltig geschützt werden, da das Protokoll so umfangreich ist, dass es einige Zeit dauert, jeden Passus durchzulesen. Untersuchungen haben zudem ergeben, dass es Berater gibt, die trotz der Pflicht einfach kein Protokoll erstellen.

Wissen über Finanzprodukte beugt Fehlberatung der Bank vor

Grundsätzlicher Rat gegen eine Fehlberatung bei der Bank: Wenn im Januar das Beratungsprotokoll eingeführt wird, sollten Kunden dieses genau durchlesen und überprüfen, ob der Inhalt tatsächlich dem Gesprächsverlauf entspricht. Nur dann haben Sie eine Chance sich gegen eine Fehlberatung der Bank zur Wehr zu setzen.

Trotzdem sollten Kunden weitere Tipps beachten, um sich vor einer Fehlberatung der Bank zu schützen. Eine Falschberatung der Bank geschieht häufig, weil der Kunde das Finanzprodukt gar nicht versteht. Deshalb gilt als oberstes Prinzip: Nur solche Finanzprodukte oder Kreditverträge ins Portfolio aufnehmen bzw. abschliessen, die man auch verstanden hat. Je komplexer ein Kredit oder ein Anlageprodukt, desto höher das Risiko, dass der Kunde nicht das erhält, was er will. Deshalb: Lassen Sie sich intensiv erklären, was Ihnen angeboten wird und recherchieren Sie am besten im Internet nach Erfahrungsberichten mit dem jeweiligen Finanzprodukt.

Klare Vorgaben schützen vor Fehlberatung der Bank

Verlassen Sie sich nicht auf Floskeln wie «Vertrauen Sie meiner Beratungskompetenz» oder Ähnlichem. Denken Sie daran, es geht um Ihr Geld und bei  einer Fehlberatung der Bank müssen Sie die Konsequenzen tragen.

Überlegen Sie sich vor dem Bankgespräch genau, was Sie wollen: Welche Kriterien soll das Anlageprodukt erfüllen. Legen Sie Wert auf hohe Rendite, schnelle Verfügbarkeit oder grosse Sicherheit? Beachten Sie, kein Finanzprodukt kann alle Kriterien erfüllen. Wenn eine schnelle Verfügbarkeit gegeben ist, sind die Renditen meist niedrig. Ist die Anlageform sehr rentabel gibt es meist ein hohes Risiko.

Vorbereitung hilft gegen Fehlberatung der Bank

Sie sollten schon im Vorfeld recherchieren, welche Anlageklasse oder welche Kreditform für Sie in Frage kommt. Das Internet bietet hierzu vielfältige Möglichkeiten. Wenn Sie gut vorbereitet sind, minimieren Sie das Risiko einer Fehlberatung der Bank.

Wichtig: Schliessen Sie nicht gleich einen Vertrag ab. Holen Sie sich ähnliche Angebote bei anderen Banken ein und vergleichen Sie diese. Achten Sie auf Gebühren und andere wichtige Kriterien wie Kündigungsfristen. Sie können auch Bekannte fragen, ob Sie Erfahrungen mit ähnlichen Anlagen oder mit der jeweiligen Bank gemacht haben. Persönliche Erfahrungen sind die besten Ratgeber, auch bei Geldangelegenheiten.

Fehlberatung der Bank – wer hilft?

Der Schweizerische Bankenombudsman hilft bei Streitigkeiten zwischen Kunden und Banken. Er sucht im Konfliktfall nach fairen Lösungen. Mehr Infos finden Sie im Internet unter bankenombudsman.ch.

Autor: Bianca Sellnow

Autor: Bianca Sellnow

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