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25. August 2014, Banking

Banking in der Schweiz: Tipps zu Konten, Karten, Krediten

Banking: Was Sie bei Konten, Karten und Krediten beachten sollten Beim Banking sollten Sie sich beraten lassen, aber sich auch selsbt einige Vorkenntnisse aneignen. Foto: Vlad Kochelaevskiy / iStock / Thinkstock

Welche Bank ist die beste? Wie sicher sind Geldautomaten oder Online-Banking? Und was sollte man beim Abschliessen eines Kredits beachten? Mit diesen und weiteren Fragen rund um das Bankwesen beschäftigt sich das Banking.

Geldgeschäfte sind Vertrauenssache und wer sein Geld einer Bank anvertraut, möchte sicher sein, dass es in guten Händen ist. Jedoch sollte man sich als Kunde nicht ganz alleine auf das Wissen eines einzelnen Beraters verlassen, sondern zumindest über ein eigenes Basiswissen zum Thema Banking verfügen. So kann man gezielte Fragen stellen und mitreden, wenn man von einer Bank über die unterschiedlichen Möglichkeiten informiert wird. Zudem schützt man sich dadurch vor einer Fehlberatung bei der Bank.

Das Konto als Basis vom Banking

Die Grundlage vom Banking ist ein Konto. Kredite etwa werden nur dann vergeben, wenn der Kunde ein Konto besitzt. Über ein Girokonto wird in der Regel der gesamte Zahlungsverkehr abgewickelt, Überweisungen getätigt, Lastschriften eingezogen und Kreditraten bezahlt. Zudem wird der Lohn auf das Girokonto überwiesen.

Zu einem Konto gehört eine Bankkarte. Mit dieser EC-Karte kann man nicht nur am Bankschalter oder am Automaten Geld abheben. Je nachdem, welches System Sie nutzen, kann diese auch für das Online-Banking zum Einsatz kommen. Darüber hinaus kann man meist eine oder mehrere Kreditkarten hinzu buchen für die eine Jahresgebühr anfällt.

Generell ist das Konto ein Guthabenkonto. Aber man kann auch mit der Bank eine mögliche Überziehung bis zu einer gewissen Höhe vereinbaren. Das kann nützlich sein, wenn sich Einnahmen, wie der Lohn, einige Tage verzögern aber bestimmte Rechnungen trotzdem bereits gezahlt werden müssen.

Da die Überziehungszinsen auf dem Girokonto jedoch recht hoch sind, sollten Sie Ihr Konto nicht dauerhaft im Minus stehen lassen. In diesem Fall wäre es besser, die Summe der Überziehung durch einen Ratenkredit abzulösen, falls nicht abzusehen ist, dass die Schulden kurzfristig zurückgezahlt werden können.

Konto auch für Kinder und Jugendliche

Neben dem normalen Konto für Erwachsene, geben viele Banken auch ein Kinder-oder Jugendkonto heraus. Kinder und Jugendliche können dort ihr Taschengeld einzahlen und werden so gezielt an das Banking herangeführt. So erhalten sie eine ideale Gelegenheit, schon früh den richtigen Umgang mit Geld zu lernen.

Vorsicht vor Missbrauch von EC-Karten und Online-Banking

Bedingt durch das Internet gewinnt das Online-Banking immer mehr an Bedeutung. Mobil und bequem können nahezu alle Transaktionen im Internet, auf dem Tablet oder sogar auf dem Handy abgewickelt werden. Gerade Kunden, die kaum Zeit haben die Bank zu besuchen, profitieren vom Mobile Banking.

Doch sollten Sie beim Online-Banking vorsichtig sein. Denn, je beliebter es wird, umso mehr Kriminelle treiben sich auch im Netz herum, die auf verschiedenste Weise versuchen, an Ihre Daten zu gelangen. Teils fordern diese per Mail auf, die Online-Banking-Daten mitzuteilen, versenden gefälschte Bank-Mails oder sie versuchen sich illegal in die Banksysteme zu hacken. Deshalb ist es gerade beim eBanking besonders wichtig, die Sicherheitshinweise Ihrer Bank zu berücksichtigen. Je nach Verschlüsselungssystem gibt es hierbei unterschiedliche Punkte zu beachten. Erkundigen Sie sich bei Ihrer Bank, falls Sie darüber noch nicht aufgeklärt wurden.

Aber nicht nur beim Online-Banking, sondern auch auf offener Strasse lauern Betrüger. So gibt es auch immer wieder Kriminelle, die durch Betrug am Geldautomaten, so genanntes Skimming, Geld von ahnungslosen Kunden abzocken. Wie Sie dem vorbeugen können, lesen Sie hier: «Schutz vor Kartenmissbrauch: Das raten Polizei und Experten.»

Mit Banking Kredite beantragen oder Geld anlegen

Auch das Kreditgeschäft gehört zum Banking. Private Darlehen, die der Anschaffung von Auto, Möbeln oder Ähnlichem dienen, werden von Banken ebenso angeboten, wie unterschiedliche Formen der Baufinanzierung. Bei einem Kreditgespräch wird die finanzielle Lage des Antragstellers erörtert und überprüft, ob die notwendigen Raten auch gezahlt werden können.

 Nach der Bonitätsprüfung wird die Kreditwürdigkeit bewertet und über die Genehmigung entschieden. Zu einem Kreditgespräch sollte man gut vorbereitet erscheinen. Eine ordentliche Budgetauflistung und Nachweise über die monatlichen Einnahmen sowie den Beruf sind die Basis für ein erfolgversprechendes Gespräch mit dem Kreditberater. Um später die Beratung durch die Bank nachvollziehen zu können, wird während des Gesprächs zudem ein Beratungsprotokoll angefertigt. Dieses sollten Sie jedoch nur unterschreiben, wenn Sie mit der Beratung wirklich übereinstimmen. Wenn etwas falsch ist, oder Sie Punkte daraus nicht verstehen, sollten Sie eine Unterschrift ablehnen.

Neben dem Geld leihen gehört auch das Geld anlegen zum Banking dazu. Hier gibt es ein reichhaltiges Angebot vom klassischen Sparkonto, über Sparbriefe, Aktien bis hin zu Investmentfonds. Im Beratungsgespräch muss herausgefunden werden, welche Anlageklasse zum Profil des Kunden passt und welche Aspekte (Sicherheit, Rentabilität oder Liquidität) im Vordergrund stehen sollten. Sie sollten nur Geld in Finanzprodukte anlegen, die Sie auch verstehen. Denken Sie daran: es ist Ihr Verlust, wenn das Geld falsch oder zu spekulativ angelegt wurde.

Kritik am Investment Banking

Das Investment Banking stellt für die grossen Institute einen der rentabelsten Geschäftszweige dar. Der Kern dabei sind die Vermögensverwaltung, der Wertpapierhandel sowie die Unterstützung von Unternehmen bei Kapitalaufnahme am Finanzmarkt, wie zum Beispiel durch Börsengänge.

In die Kritik geraten ist das Investment Banking vieler Banken unter anderem deshalb, weil teilweise Investmentbanker mit Unsummen an Geldern hochriskante Finanzprodukte erworben haben, die am Ende kaum noch etwas wert waren. Dadurch gerieten nicht nur die betroffenen Banken in eine Schräglage, sondern auch viele Kunden verloren Teile ihrer Investitionen oder sogar ihr gesamtes Geld. Es gab deshalb immer wieder Forderungen, das Investment Banking vom privaten Kundengeschäft abzukoppeln, wie es in den USA beim sogenannten Trennbankensystem der Fall ist.

Bei zu schlechten Zinsen oder viel Ärger die Bank wechseln

Bevor Sie sich eine Bank aussuchen, sollten Sie einen persönlichen und ganz genauen Bankenvergleich durchführen. Achten Sie dabei etwa auf Gebührensätze und Zinsen. Bei grossen Differenzen kann sich auch mit bestehender Bank ein Wechsel lohnen. Beachten Sie jedoch, dass nicht allein ein hoher Zins Ausschlag über einen Bankwechsel geben sollte. Vergleichen Sie auch die Servicequalität, die Dichte der Zweigstellen und die Mentalität der Berater.

Wechseln sollten Sie auch, wenn Sie öfter Ärger mit Ihrer Bank haben. Zwar sollten Sie zuerst versuchen, die Probleme zu regeln durch persönliche Kommunikation oder auch schriftliche Reklamationen. Wenn das aber zu nichts führt, ist ein Bankwechsel oft die einzige Möglichkeit, um schlechtem Service zu entkommen und mit einer neuen Bank wieder einfach und ohne Streit sein persönliches Banking durchführen zu können. 

Autor: Bianca Sellnow

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