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05. Februar 2016, Banking

Forex-Handel: Als Privatanleger richtig mit Währungen handeln

Forex Handel mit CFD Forex Handel geht dank CFD auch für Privatanleger ganz einfach. Foto: iStock

Geht es um den Aktienhandel, ist man als Privatanleger gerne sein eigener Experte. Geht es um den Währungshandel, denken viele Anleger gleich, dass dies nur für Experten sei. Mit den heutigen Tools kann man jedoch auch als Privatanleger ohne grosses Kapitalaufkommen aktiv am Währungshandel teilnehmen – dank Umsetzung via CFDs (Differenzkontrakte). Wie man mit CFDs in Währungen investiert und worauf man beim Forex-Handel achten soll. 

Viele Schweizer Privatanleger besitzen Aktien. Man hat seine eigenen Lieblingsaktien, informiert sich über Zeitung, Nachrichten und das Web über Unternehmensentwicklungen und potenzielle neue Investitionen. Der Währungshandel hingegen ist für viele Private ein Buch mit sieben Siegeln. Das muss aber nicht so sein. Genau wie der Aktienmarkt steht auch der Währungsmarkt allen Marktteilnehmern offen. Anlegen in Währungen ist nicht kompliziert und dank moderner Anlagemöglichkeiten auch für Private einfach zugänglich und erschwinglich.

Für wen eignet sich der Forex-Handel?

Der Währungshandel wird umgangssprachlich auch Forex (aus dem Englischen foreign exchange) genannt. Am Forex-Handel können theoretisch alle teilnehmen. Dies kann beispielsweise über die eigene Bank geschehen. Oft werden dort jedoch hohe Transaktionskosten erhoben und den Privaten wenig vorteilhafte Wechselkurse zur Verfügung gestellt. Im digitalen Zeitalter gibt es nun einige Broker, wie beispielsweise IG Bank die kostengünstige Alternativen anbieten, wie z.B. der Forex-Handel über CFD. Die richtige Wahl des CFD-Brokers ist daher wichtig.

Dabei sollte man als Anleger darauf achten, welcher Broker die besten Konditionen zum Forex-Handel bietet. Entscheidend ist dabei mitunter der angebotene Spread – d.h. der Unterschied zwischen dem Kauf- und Verkaufspreis bei einem Währungspaar. Je nach Währungspaar bestehen bei den einzelnen Brokern unterschiedlich hohe Spreads. Die Anzahl des Forex-Angebots ist weltweit sehr gross und bietet etliche Handelschancen für Trader. In der Schweiz sind die Währungspaare USD/CHF und EUR/CHF besonders beliebt.

Den Forex-Handel kann man generell auf zwei Arten betreiben. Entweder mit einem gewissen Risiko d.h. man investiert auf den Kursgewinn einer Währung gegenüber einer anderen, oder als Absicherung – im Fachjargon auch Hedging genannt.

Beispiel: Währungsabsicherung durch Forex-Handel

Nehmen wir an, ein Anleger kauft Aktien von einem Unternehmen, das in Euro gehandelt wird, für CHF 10‘000. Der Aktienkurs steht bei EUR 10 pro Anteilsschein. Der Wechselkurs EUR/CHF steht bei 1.10. Für CHF 10‘000 erhält der Anleger EUR 9090 und kann sich davon 909 Aktien kaufen.

Ein Jahr später steht der Aktienkurs zehn Prozent höher bei EUR 11. Gleichzeitig steht der Wechselkurs bei 1.00. Wenn der Anleger nun seine Aktien wieder verkauft, erhält er dafür EUR 10‘000. Beim Wechselkurs von 1.00 erhält er in Schweizer Franken wieder die ursprünglich investierten CHF 10‘000, obwohl die Aktie einen Kursgewinn von zehn Prozent hingelegt hat.

Hätte der Anleger gleichzeitig mit dem Aktienkauf CFDs des Währungspaares EURCHF im Wert von 9090 EUR verkauft, hätte er das Währungsrisiko abgesichert und den Kursverlust der Währung wettgemacht. Über CFDs lässt sich dies kostengünstig realisieren, da beim CFD-Handel nicht der gesamte Investitionswert beim Broker hinterlegt werden muss, sondern nur ein gewisser Prozentsatz – die sogenannte Margin (siehe auch CFD-Handel Chancen und Risiken). Bei gewissen Brokern lassen sich Aktien auch belehnen, sodass man als Anleger die Währungsabsicherung über die Belehnung der Aktien finanzieren kann.

Die Unterschiede zwischen Forex-Handel und Aktienhandel

Im Vergleich zum Aktienhandel bestehen beim Forex-Handel grundsätzlich zwei grosse Unterschiede. Devisen werden nicht an Börsen gehandelt, sondern direkt unter den Marktteilnehmern. Diese Marktteilnehmer sind hauptsächlich Banken. Eine Bank ist dabei besonders hervorzuheben – die Zentralbank (in der Schweiz ist dies die Schweizerische Nationalbank SNB). Während beim Aktienhandel oft Unternehmensinformationen und –entwicklungen kursbestimmend sind, so sind es bei Devisen Informationen und Entwicklungen in dem Markt, in dem die jeweilige Währung gehandelt wird. Hinzu kommen aber auch Aktionen der jeweiligen Nationalbank, die kursbestimmend in den Markt eingreifen können, wie dies beispielsweise die SNB mit der Fixierung bzw. dem Loslassen des Schweizer Frankens an eine Euro-Mindestgrenze getan hat.

Der zweite grosse Unterschied ist, dass Währungen in Paaren gehandelt werden. Dies hat zur Folge, dass die Entwicklung von Forex-Paaren immer in Relation der Entwicklungen der jeweiligen Wirtschaftsräume zueinander betrachtet werden muss. Wenn beispielsweise die Schweizer Wirtschaft nicht so schnell wächst, wie angenommen, im Euroraum jedoch Rezession herrscht, geht es der Schweiz relativ zum Euroraum besser, was positive Auswirkungen auf den Kurs des Schweizer Frankens gegenüber dem Euro haben kann.

Wie viel kostet der Forex-Handel via CFD?

Für den Anleger fallen beim Forex-Handel via CFD meist keine Transaktionskosten an. Die Kosten, die beim CFD-Handel anfallen, sind die sogenannten Spread-Kosten – die Preisdifferenz zwischen dem Kauf- und Verkaufspreis. Diese Kosten können sich je nach Basiswert (beim Forex-Handel sind dies die Währungspaare) von Broker zu Broker stark unterscheiden. Als Anleger sollte man daher vor der Auswahl des Brokers entscheiden, welche Währungspaare man handeln will und dann die entsprechende Wahl treffen.

Zudem können Zinskosten anfallen, wenn CFDs über Nacht gehalten werden. Üblicherweise sind die Zinskosten für Long-Positionen höher als für Short-Positionen. Beim aktuellen Zinsniveau ist dieser Unterschied jedoch marginal. Durch die Zinskosten können über die Zeit hohe Kosten entstehen, weshalb das Finanzprodukt CFD eher für kurzfristige oder mittelfristige Anlagen geeignet ist. Zudem sollte beachtet werden, dass CFDs Finanzprodukte mit Hebelwirkung sind. Der Handel mit CFDs birgt ein hohes Risiko und kann nicht nur zum Totalverlust Ihres eingesetzten Kapitals führen, sondern auch darüber hinausgehende Verluste nach sich ziehen.

Dennoch bieten Ihnen CFDs eine gute Möglichkeit auch ohne grosses Kapitalaufkommen aktiv an tausenden Finanzmärkten teilzunehmen. Dank dieser modernen Anlagemöglichkeiten können auch private Anleger unkompliziert und erschwinglich an den Währungsmärkten mitwirken.

 

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