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18. Dezember 2014, Pensionierung

Altersvorsorge für die Generation Y

Altersvorsorge für unter 30-jährige Die private Altersvorsorge wird immer wichtiger: Junge Erwachsene sollten nicht auf die 3. Säule verzichten und Experten sprechen sogar von einer 4. Säule. Foto: iStock

Die Ypsiloner gelten als optimistisch, haben aber eine düstere Zukunft vor sich, was die eigene Vorsorge betrifft: Sie werden länger arbeiten müssen und weniger AHV bekommen. Und sie werden im BVG dreifach beklaut: tiefere Verzinsung der Guthaben, tiefere Umwandlungssätze und Beteiligung an Sanierungskosten. No future?

Die Ypsiloner, also die Jahrgänge 1980-2000, bezeichnen sich als flexibel, weltoffen und positiv denkend. Kein Wunder, sie sind «in den Wohlstand geboren», meist gut ausgebildet und können sich als Digital Natives sofort, überall und jederzeit zurechtfinden.

Allerdings sagt man von den Ypsilonern auch, sie hätten keinen exakten Plan von ihrer Zukunft. So weiss der 24-jährige nicht, ob er in zwei Jahren ein Studium anfangen, auf Weltreise oder im Vaterschaftsurlaub sein wird. Daher zählen Flexibilität und Handlungsfreiheit. Leider duldet die Vorsorge der Ypsiloner keinen Aufschub – denn wer wartet, den bestraft das Leben.

Der Rentenklau an den Jungen

Viele Ypsiloner sind unbekümmert, denken kurzfristig und sind wenig politisch. Somit fehlt eine Protestbewegung, die dem Rentenklau an den Jungen eine Stimme gäbe. Den düsteren Hintergrund bildet das Demographieproblem der Pensionskassen, die zusammen mit der AHV fürs Jahr 2030 eine Finanzierungslücke von über 110 Milliarden Franken aufweisen (BSV 2012 und HSG 2013).

Vier Reformpakete sind in den letzten zehn Jahren gescheitert und die Altersreform 2020 bringt der Generation Y nichts, da die strukturellen Probleme ungelöst bleiben. Der Generation Y bleibt nur ein Ausweg: do it yourself!

«Dörfs es bitzeli meh si?»

«Länger arbeiten, dafür Rente halbiert» – diesen Deal würde niemand eingehen. Aber die Ypsiloner werden gar nicht erst gefragt, weil die ältere Generation an den politischen Machthebeln sitzt. Sie lässt Reformen nur in homöopathischer Dosis zu und erst dann, wenn es sie nicht mehr betrifft. Der Ypsiloner, der seinen späteren Einkommensschnitt von 50 Prozent vermeiden will, muss sich selber helfen.

Die private Vorsorge wird das wichtigste Standbein werden. Experten reden nicht nur von der dritten, sondern bereits von der vierten Säule. Sie meinen damit die Vorsorge, um der Langlebigkeit und der Pflegebedürftigkeit zu begegnen. Daran denken die Ypsiloner noch gar nicht. Aber wie soll er gescheit sparen, damit er sein Leben selbstbestimmt leben kann?

Anleitung zur Selbsthilfe

Die Säule 3a ist ja in aller Munde, trotzdem nutzt sie erst jeder Zweite unter 30. Aufschieben bringt nichts – nein, es kostet sogar, nämlich Steuervorteile und Zinseszinsen. Man verzichtet ja nicht freiwillig auf den 13. Monatslohn. Wer sich schon dazu aufrafft, die Beiträge an die Säule 3a zu leisten, soll sich aber nicht mit 1% Zins für die nächsten 40 Jahre begnügen, da kommt man auf keinen grünen Zweig!

Es gibt längst erprobte 3a-Lösungen mit Wertschriften, die jährlich mehr als 4% Rendite bringen und ständig abgesichert werden. Somit kann man an einem Börsen-Index partizipieren, ohne Angst haben zu müssen, dass beim nächsten Crash das Geld weg ist. Zu viel gespart hat noch keiner. Daher ist für Ypsiloner auch empfehlenswert, dass man mit flexiblem Fondssparen seine vierte Säule aufbaut, so dass immer 20 Prozent des Einkommens gespart werden. Für eine persönliche Beratung fragen Sie einen Xperten und vertrauen Sie nicht der Verpackungsbeilage.

Wie finde ich einen seriösen Berater?

Professionelle Finanzplaner gehören dem Berufsverband FPVS an und sind Profis für Finanzierungs-, Vorsorge- und Steuerfragen. Den passenden Berater in Ihrer Nähe finden Sie unter: www.myfinancepro.ch

Autor: Reto Spring


In Zusammenarbeit mit:


Reto Spring (43), aus Zollikon, ist Finanzplaner mit eidg. Fachausweis und Präsident des Finanzplaner Verbandes Schweiz (FPVS).

 

 

 

 

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