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27. November 2013, Pensionierung

Wohnformen im Alter: Betreut wohnen oder Seniorenheim?

Betreut wohnen oder Seniorenheim: Welche Unterschiede gibt es? Wer betreut wohnt, kann in vielen Fällen medizinische Zusatzdienste in Anspruch nehmen. Foto: iStock / Thinkstock

Viele Menschen stellen sich frühzeitig die Frage, welche der angebotenen Wohnformen im Alter die beste für sie ist: Seniorenheim oder betreut wohnen? Was ist für wen sinnvoll und welche Unterschiede gibt es dabei?

Das Angebot an Wohnformen im Alter wird immer vielfältiger. Grund dafür ist der demografische Wandel. Die Gesellschaft wird älter und Senioren gehören zur dominantesten Gruppe. Themen wie Senioren-WGs, Seniorenheim, betreut wohnen und Pflegheim geraten in den Fokus der Öffentlichkeit und viele Menschen stellen sich schon vor Eintritt des Rentenalters die Frage, ob sie betreut wohnen wollen, ein Seniorenheim bevorzugen oder sich eine andere Wohnform im Alter anbietet.

Vorsorgen ist gut, doch sollte auch bedacht werden, dass die Wahl beispielsweise zwischen betreut wohnen und einer Unterbringung in einem Seniorenheim von unterschiedlichen Faktoren abhängig ist. Dazu gehören unter anderem der Gesundheitszustand, die Mobilität, sowie Familienverhältnisse und die eigenen Vorlieben.

Betreut wohnen und Zusatzleistungen nutzen

Betreut wohnen bedeutet, dass die Bewohner in der Regel eine eigene Wohnung in einer Residenz oder Wohnanlage beziehen und eigene Möbel mitbringen können. Die Bewohner leben eigenständig, wie in einem Mietshaus, und gehen ihrem Alltag nach.

Je nach Wohnkonzept können zusätzlich Serviceleistungen des Vermieters genutzt werden. Dazu können kulturelle Angebote gehören, ebenso wie Verpflegungsservice, Möglichkeiten sozialer Kontakte und andere Veranstaltungen. Wer betreut wohnen will, geniesst zudem einen weiteren, entscheidenden Vorteil: Je nach Gesundheits- und Pflegezustand können die Bewohner medizinische Leistungen in Anspruch nehmen. Beim betreuten Wohnen gibt es etwa oft einen Notrufknopf mit dem er bei einem Sturz oder bei Krankheit Alarm auslösen kann und er eine sofortige Betreuung erhält. Betreut wohnen gibt älteren Menschen so eine Sicherheit und gewährt einen Schutz im Notfall. Dieser Service hat aber natürlich seinen Preis.

Durch betreutes Wohnen mehr zahlen und Vorteile geniessen

Meist ist betreut wohnen teurer als eine Unterbringung in einem herkömmlichen Seniorenheim. Dafür sind die Vorteile vielfältig. Man behält solange wie möglich seine Eigenständigkeit, kann soziale Kontakte nutzen und ist bei Krankheit versorgt.

Wer betreut wohnen will, sollte sich bei der Auswahl darüber informieren, ob eine ambulante oder stationäre Pflegeeinrichtung vorhanden ist und welche Kosten dadurch entstehen. Wer zu einem Pflegefall wird, will unter Umständen nicht das gewohnte Umfeld verlassen und in ein anderes Heim umziehen müssen. Es kann jedoch sein, dass die Pflegekosten dermassen in die Höhe schnellen, dass sich der Betroffene eine Unterbringung nicht mehr leisten kann.

Das bedeutet dann einen neuen Aufwand, nämlich die Suche nach einem Pflegeheim in Verbindung mit einem Umzug. Deshalb vorher überprüfen, ob man sich die Unterbringung auch bei Eintritt der Pflege weiterhin leisten kann.

Betreut wohnen oder Seniorenheim?

Betreut wohnen – Vor-  und Nachteile:

  • Eigenständigkeit
  • Betreuung im Notfall
  • Angebot von Veranstaltungen
  • Oft hohe Kosten

Seniorenheim – Vor- und Nachteile:

  • Einbindung in Heimkomplex
  • Komplette Versorgung
  • Oft niedrigere Kosten
  • Keine Eigenständigkeit

Autor: Bianca Sellnow

Autor: Bianca Sellnow

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