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13. Dezember 2013, Krankenkassen

Winterspass ohne Risiken - mit der richtigen Versicherung

Snowboard Unfall Ein Unfall auf der Piste kann bei ungenügener Versicherung teure Folgekosten haben. Foto: iStock

Bei Herr und Frau Schweizer ist der Wintersport besonders beliebt. Egal ob Skifahren, Snowboarden oder Schlitteln – überall sind Gefahren vorhanden. Wer gut Bescheid weiss, ist im Schadenfall vor unnötigen Kosten geschützt. Rolf Wirz, Vorsitzender der Geschäftsleitung der Maklerzentrum Schweiz AG, sagt, worauf man achten muss.

Herr Wirz, welche Versicherungen brauche ich beim Skifahren, Snowboarden und Schlitteln?

Skifahren, Snowboarden und Schlitteln sind die beliebtesten Wintersportaktivitäten in der Schweiz. Leider passieren auch oft Unfälle und Diebstähle. Jährlich verunfallen durchschnittlich 66‘000 Personen der Schweizer Bevölkerung auf Pisten im In- und Ausland. Zwingend notwendige Versicherungen sind eine Haftpflicht- und eine Unfallversicherung.

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Wer haftet, wenn ich in jemanden reinfahre?

Eine der wichtigsten Versicherungen ist auf jeden Fall die Privathaftpflichtversicherung. Diese Versicherung sichert den Ski-, Snowboard- und Schlittel-Fahrer gegen Schäden ab, die er selbst verursacht hat. Wer einen Unfall verschuldet, muss für den entstehenden Schaden haften. Bei einem Personenschaden entstehen schnell mal Forderungen für Behandlungskosten und gegeben falls  Schmerzensgeld sowie Ansprüche wegen Verdienstausfall. Trägt der Verunglückte einen bleibenden Gesundheitsschaden davon, muss der Verursacher möglicherweise sogar ein Leben lang zahlen. Deshalb ist der Abschluss einer Haftpflichtversicherung für einen Wintersportler ein Muss.

Was passiert wenn ich verunglücke?

Sie stürzen und brechen sich zum Beispiel ein Bein oder einen Arm. Die Rettung mit der REGA und die Spitalkosten bezahlt in der Regel die Unfallversicherung gemäss UVG des Arbeitgebers. In den meisten Fällen besteht kein Selbstbehalt. Der Lohnausfall ist zudem auch ausreichend abgesichert. Selbständige oder Personen, welche keiner Arbeitstätigkeit nachgehen, müssen bei der obligatorischen Krankenversicherung die Unfalldeckung gemäss KVG einschliessen.

Tipp:

Als weitere Ergänzung können Sie bei Ihrer Krankenkasse eine halbprivate oder private Spitalzusatzdeckung wählen. Oft bezahlt der Arbeitgeber nur die allgemeine Abteilung über die Unfallversicherung. Mit diesem Zusatz profitieren Sie als Kunde von besseren ärztlichen Leistungen und einer besseren Betreuung im Spital. Eine entsprechende Krankenzusatzversicherung für Rettungs- und Bergungskosten ist in jedem Fall empfehlenswert.

Auslandschutz nicht vergessen!

Mit der Fahrt über die Grenze, zB nach Österreich oder Deutschland, sollte auch ein passender Auslandschutz nicht fehlen. Eine notwendige Behandlung ist im Ausland gesetzlich limitiert. Spätestens bei einem Rücktransport im Krankenwagen oder Hubschrauber kann es ohne entsprechende Auslanddeckung richtig teuer werden.

Sind meine Skier gegen Diebstahl versichert?

Leider werden immer noch sehr viele Skier gestohlen, sei es vor dem Restaurant, im Zug oder aus dem Hotelkeller. Dafür benötigen Sie in der Regel keine zusätzliche Versicherung. Wichtig ist, dass Sie bei Ihrer Hausratversicherung den einfachen Diebstahl auswärts einschliessen. Dort lohnt sich zudem ein Versicherungsvergleich, da die Prämien unterschiedlich sind.

Wer haftet für eine Lawine, zum Beispiel beim Variantenskifahren?

Sie haften, wenn Sie trotz Lawinenwarnung in einen Steilhang fahren und ein Schneebrett auslösen, durch das andere Personen verletzt oder gar getötet werden. Zudem kann gegen Sie ein Strafverfahren wegen fahrlässiger Körperverletzung oder Tötung eröffnet werden. In jedem Fall müssten Sie die Kosten für eine Suchaktion bezahlen, auch wenn niemand verschüttet wurde.

Wenn Sie eine Privathaftpflichtversicherung haben, umfasst diese in der Regel auch das Variantenskifahren. Die Versicherung würde somit also auch Schadenersatzansprüche Geschädigter grundsätzlich übernehmen – aber nur, wenn keine aktuelle Lawinengefahr signalisiert war, ansonsten kann die Versicherung die Leistungen kürzen.

Haben Sie noch irgendwelche Tipps und Hinweise für Wintersportler?

Obwohl schwere Pistenunfälle tendenziell rückläufig sind, passiert immer noch zu viel. Einfache Verhaltensregeln helfen, unfallfrei durch die Wintersportsaison zu kommen.

Zum Beispiel:

  • Nicht alkoholisiert fahren
  • Genügend Erholungspausen zwischen längeren Abfahrten
  • Richtige Ausrüstung (zB Helm) und Bekleidung
  • Beherzigen der FIS-Regeln

Seien Sie misstrauisch bei Angeboten, welche nur für Skifahrer angeboten werden, zB im Sportgeschäft oder bei der Skivermietung. Vergleichen Sie die Leistungen und die Prämien Ihrer Krankenkasse, der Hausrat-, Haftpflicht- und der Unfallversicherung. Eine der grössten Gefahren sind die Invalidität und der Todesfall. Dort macht eine Analyse, insbesondere für junge Familienväter und junge Personen, Sinn.

Lassen Sie sich im Rahmen einer Risikoanalyse genau dazu beraten, damit Sie bei Ihrem nächsten Wintersport-Urlaub keine bösen finanziellen Überraschungen erleben.

Autor: Stephan Wirz


Stephan M. Wirz ist Mitglied der Geschäftsleitung der Maklerzentrum Schweiz AG, der führenden Anbieterin von Krankenkassen- und Versicherungslösungen im Privatkundenbereich in der Schweiz.

 

 

 


 

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