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18. Mai 2015, Krankenkassen

Krankenkasse wechseln: Wie sinnvoll ist eine Privatversicherung?

Krankenkasse wechseln Wer eine Privatversicherung abschliesst, darf bei einem Spitalaufenthalt den behandelnden Arzt selber wählen und logiert im Einzelzimmer. Foto: iStock

Wenn Sie ihre Krankenkasse wechseln und eine Privatversicherung abschliessen, profitieren Sie zwar von zusätzlichen Leistungen wie der freien Arztwahl und einem Einbettzimmer, bezahlen aber eine bedeutend höhere Prämie.

Einen Spitalaufenthalt wünscht sich niemand. Und falls wir doch ins Krankenhaus müssen, möchten wir uns in den besten Händen wissen. Wer im Spital von speziellen Privilegien profitieren möchte, schliesst eine Zusatzversicherung ab. Privatversicherte werden in der Regel vom Chefarzt betreut, logieren in einem Einzelbettzimmer und allfällige Kosten durch Begleitbehandlungen werden meist von der Krankenkasse übernommen. 

Privatversicherungen: Die Leistungspakete unterscheiden sich 

Eine private Krankenversicherung kostet durchschnittlich zwischen 80 und 125 Franken pro Monat. Während bei der obligatorischen Grundversicherung alle Kassen dieselben Leistungen abdecken, varriiert bei den Zusatzversicherungen nicht nur die Prämie, sondern auch das Leistungspacket. So umfasst die private Krankenversicherung der Helsana für monatliche 89 Franken grosszügige Leistugen im Ausland und Experten-Zweitmeinungen von medizinischen Professoren. Privatversicherte bei der Sanitas für monatliche 80 Franken profitieren von freier Arzt- und Spitalwahl weltweit (Wahlbehandlungen und Notfälle). Mit einer Monatsprämie von 123 Franken ist die Privatversicherung der Aquila überdurchschnittlich teuer. Doch sie beinhaltet eine unbegrenzte Kostenübernahme bei medizinisch notwendige Transport- und Rettungskosten inklusive Rückführung vom Ausland in die Schweiz. 

Krankenkasse wechseln: Wieviel wert sind Ihnen Einzelzimmer und Arztwahl? 

Könnten Sie sich im Fall eines Spitalaufenthalts auch mit einem Zweibett-Zimmer und eine Behandlung durch den Oberarzt abfinden? Dann sind Sie mit einer halbprivaten Versicherung gut bedient. Die Kosten einer halbprivaten Versicherung belaufen sich monatlich, je nach Leistung, auf 50 bis 75 Franken. Wer sich für eine halbprivate Versicherung entscheidet, kann seine Monatsprämie im Vergleich zur Privatversicherung um rund einen Drittel senken. Auch hier unterscheiden sich die Leistungskataloge. Die monatlichen Einsparungen bewegen sich zwischen 25 (z.B. Sanitas) und 49 Franken (z.B. Aquilana). 

Keine Privatversicherung und dafür Geld sparen

Mit einer durchschnittlichen Monatsprämie von 3 bis 10 Franken profitieren allgemein Versicherte von einem vergleichsweise tiefen Beitrag. Dafür haben sie keine freie Arztwahl und beim Spitalaufenthalt steht ihnen nur Platz im Mehrbettzimmer zu. Wobei die Spitäler heute ohnehin über viele Zweibett-Zimmer verfügen. Privatversicherte geben für ihre Privilegien beim Spitalaufenthalt bis zu 30 mal mehr aus als allgemein Versicherte, so beispielsweise bei Helsana. Bei Aquilana geben Privatversicherte im Vergleich zu allgemein Versicherten für die Monatsprämie das Zwanzigfache aus, bei Visana das Fünfzehnfache und bei Sanitas das Neunfache.

Versicherungen im Überblick:

Privat versichert:
Leistung: Einbettzimmer, freie Arztwahl
Monatsprämie: 80-125 Franken

Halbprivat versichert:
Leistung: Zweibettzimmer, eingeschränkte Arztwahl (Oberarzt)
Monatsprämie: 50-70 Franken

Allgemein versichert:
Leistung: Mehrbettzimmer, keine freie Arztwahl
Monatsprämie: 3-10 Franken

Autor: klierow

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