Qontis Personal Finanz Manager Logo
01. November 2013, Krankenkassen

Die Familie versichern: Individuell statt pauschal

Kinderversicherung Eine Familienversicherung bringt oft nicht die richtige Deckung für den Nachwuchs. Foto: Digital Vision

Eine Familie zu gründen, ist für viele Paare der Inbegriff ihres gemeinsamen Glücks. Mit dem Glück wächst aber auch die Verantwortung der Eltern, das erste Kind ebenso wie alle weiteren vor den finanziellen Folgen von Krankheit und Unfall zu schützen. Der Abschluss einer Familienversicherung erscheint da naheliegend, ist aber meist die falsche Lösung. Denn sie ist teuer und bietet unzureichende Deckung.

In der Schweiz gilt für Neugeborene, ebenso wie für alle hier wohnhaften Personen, die Pflicht der obligatorischen Krankenversicherung. Damit das Kind vom ersten Moment an optimal versichert ist, sollten es Eltern schon drei Monate vor seiner Geburt bei der Krankenkasse anmelden. Denn auch für die Allerkleinsten gilt: Nur wenn sie gesund sind, werden sie nach der Geburt in eine Zusatzversicherung nach Versicherungsvertragsgesetz (VVG) aufgenom­men.

Haben Sie eine Frage zur Versicherungssituation Ihrer Familie?
Wir rufen Sie kostenlos zurück.

 

Vor der Geburt des Kindes ist eine Anmeldung noch möglich, ohne dass die Eltern einen Gesundheitsfragebogen ausfüllen müssen. Damit kommt das Kind in den Genuss einer vorbehaltslosen Deckung. Und, die geht wesentlich weiter, als die in der obligatorischen Grundversicherung (KVG) vorgeschriebene.

Eltern unterschätzen das Risiko von Geburtsgebrechen

Auch wenn 97 Prozent aller Kinder gesund zur Welt kommen, unterschätzen Eltern oft das Risiko eines Geburtsgebrechens. Dadurch nehmen sie unnötige und kostspielige Ausschlüsse in Kauf. Denn für drei von 100 Neugeborenen ist ein adäquater und sofort zur Verfügung stehender Versicherungsschutz unerlässlich.

Warum es so wichtig ist, den passenden Vorsorgeschutz für das Kind schon vor dessen Geburt zu beantragen, belegen nachfolgende Zahlen:

Ungeeignete Familienprodukte sind kostspielig

Werdende Eltern werden schnell einmal auf die von den meisten Krankenkassen angebote­nen Familienversicherungen stossen. Eine solche Lösung sollte allerdings nicht ungesehen abgeschlossen werden.

Denn ein Familienprodukt «ab Stange» ist in aller Regel teuer und bietet unzureichende Deckung, da sich die gesamte Bandbreite der Bedürfnisse von Kinder- und Elterngeneration nicht unter einen Hut bringen lässt. Vielmehr stellen sie eine Kompromisslösung dar, die für alle ein wenig, aber für keinen genug bietet.

In der Konsequenz können für Familien im Schadenfall schnell einmal ein paar Tausend Franken Folgekosten entstehen und die finanzielle Sicherheit und die Zukunft eines Kindes gefährden.

Individualität ist Trumpf

Vor diesem Hintergrund sind Eltern gut beraten, für jedes Familienmitglied separat entsprechend seinem Alter, seiner individuellen Situation und seinen spezifischen Bedürfnissen eine Krankenversicherung abzuschliessen. Hilfreich ist dabei eine unabhängige Beratung, um angesichts der Vielzahl an Krankenkassen und der unterschiedlichen Modellen die individuell passenden Lösungen zu finden.

In einem solchen Gespräch wird beispielsweise geklärt, wie die Leistungen im Fall einer Zahnspange aussehen, welche Leistungen für Alternativmedizin eingeschlossen sind, ob bei Krankheit und Unfall ein Invaliditätskapital ausgerichtet wird, ob die Versicherung die Leistungen unbegrenzt erbringt oder sie limitiert sind, und über welche Vorteile eine private Spitalzusatzversicherung für Kinder verfügt.

Sorgfältige Selektion der Anbieter

Zusatzversicherungen für ambulante Heilungskosten können Eltern in der Regel ohne Probleme vor der Geburt des Kindes abschliessen. Genau orientieren sollten sie sich dagegen, bei welchen Krankenkassen sie auch Kapitalversicherungen oder Spitalzusatzversicherungen für ungeborene Kinder, d.h. ohne Gesundheitsprüfung, privat oder halbprivat abschliessen können, um das Risiko eines Geburtsgebrechens abzusichern.

Längst nicht alle Kassen bieten den vorgeburtlichen Abschluss an, weil sie fürchten, in solchen Fällen ein Leben lang die entsprechenden Behandlungskosten übernehmen zu müssen. Ein ausreichender Schutz über die Grundversicherung hinaus ist, je nach Anbieter, Bedürfnis und Wohnkanton, bereits ab CHF 15 pro Monat erhältlich.

Tipps zur optimalen Krankenversicherung für Familien

  • Der optimale Zeitpunkt für die Anmeldung von Neugeborenen bei der Krankenkasse ist drei Monate vor deren Geburt.
  • Mögliche Geburtsgebrechen und deren Folgekosten sind nicht zu unterschätzen und entsprechend zu versichern.
  • Vorsicht beim Abschluss von Familienversicherungen: Sie sind in aller Regel teuer und bieten keine ausreichende Deckung.
  • Empfehlenswert ist, für jedes Familienmitglied einzeln eine passende Kranken-versicherung abzuschliessen, entsprechend seinem Alter, seiner persönlichen Situation und seinen individuellen Bedürfnissen.
  • Eine unabhängige Beratung hilft, im Angebotsdschungel einen Überblick über die relevanten Leistungen zu bekommen und die passende Lösung zu finden.

Autor: Stephan Wirz


Stephan M. Wirz ist Mitglied der Geschäftsleitung der Maklerzentrum Schweiz AG, der führenden Anbieterin von Krankenkassen- und Versicherungslösungen im Privatkundenbereich in der Schweiz.

 

 

 

 


 

In Zusammenarbeit mit

Maklerzentrum Schweiz

Schlagworte
  • Die Familie versichern: Individuell statt pauschal
    0 von 5 Sternen von 0 Bewertungen0
Mehr über Krankenkassen
Qontis

Heinrichstrasse 269, 8005 Zürich, Schweiz

Swiss Sign