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28. Juni 2013, Social Investment

Anlagemöglichkeiten für Nachhaltige Geldanlagen im Überblick

Nachhaltige Geldanlagen: Welche Investments gibt es? In Grün investieren boomt. Aber wie? Foto: iStockphoto

Immer mehr Verbraucher suchen eine nachhaltige Geldanlage. Das Angebot ist mittlerweile gross und wächst stetig weiter. Nachfolgend ein Überblick zu den gängigsten Anlageformen für nachhaltige Investitionen.

Eine nachhaltige Geldanlage wird heute mit ganz unterschiedlichen Begriffen tituliert: Grünes Geld, ethisches Investment, Green Money oder Social Investment. Grundsätzlich lautet die Definition für eine nachhaltige Geldanlage wie folgt: Eine nachhaltige Geldanlage vereinbart neben den klassischen Kriterien wie Rentabilität, Liquidität und Sicherheit die Nachhaltigkeitsaspekte Soziales, Ökologisches und Ethisches. Das heisst, es wird darauf geachtet, dass die nachhaltige Geldanlage nicht gegen soziale, ökologische und ethische Grundsätze verstösst.

Ausschlusskriterien für nachhaltige Geldanlagen

Laut dem Forum Nachhaltige Geldanlagen (FNG) gibt es folgende Ausschlusskriterien, auch negative Anlagenkriterien genannt:

Unternehmen, Branchen und Staaten, die sich nicht an Governance-Richtlinien halten und auch soziale und ökologische Richtlinien nicht erfüllen sowie ethische Kriterien bei ihrer Geschäftsphilosophie unberücksichtigt lassen gelten ebenso wenig als nachhaltig wie wenn Verstösse gegen internationale Regeln vorliegen, die von OECD, ILO, UN und anderen festgelegt wurden werden.

Positive Anlagekriterien für eine nachhaltige Geldanlage

Zu den positiven Anlagekriterien zählt das FNG Unternehmen, die ökologische, soziale Aspekte und Governance-Richtlinien nachweislich in der Unternehmenspolitik umsetzen.

Hierzu gehören unter anderem eine risikolimitierte Geschäftsführung, öffentliche Berichte zu ökologischen Kriterien (z.B. Global Reporting Initiative) und sozialen Geschäftstätigkeiten. Die Offenlegung der Vorstandsgehälter, ein Reporting zu CSR-Zielen und die Einhaltung einer verantwortungsbewussten Unternehmensführung.

Das Interesse an einer nachhaltigen Geldanlage ist auch in der Schweiz gestiegen. Laut FNG betrug das Volumen nachhaltiger Investmentfonds, Mandate und strukturierter Produkte Stand 31.12.2012 in der Schweiz CHF 48,5 Milliarden, was ein Plus zum Vorjahr von 14,7 Prozent bedeutet.

Vielfältiges Angebot an nachhaltigen Geldanlagen

Wer Interesse hat an einer nachhaltigen Geldanlage, kann unter einem breiten Angebot auswählen. In der Vergangenheit existierte ein Dschungel an Begriffen für die Inhalte eines nachhaltigen Investments. 2006 führte das FNG aber folgende Sparten ein, die nachhaltigkeit.info wie folgt beschreibt:

Wertorientierte Investments (value driven investments):
Hierbei handelt es sich um Investments die nicht nur finanzielle Kriterien beachten, sondern auch zusätzliche Aspekte. Beispiel hierfür: So genannte Islamische Fonds, die sich nicht nur an einer hohen Rendite orientieren.

Nachhaltige Investments (sustainable investments):
Geldanlagen, bei denen neben Ökonomie auch soziale und ökologische Aspekte Berücksichtigung finden.

Nachhaltigkeitsthemenfonds (background of sustainability themes):
Hierzu zählen Fonds mit dem Schwerpunkt Nachhaltigkeit, die in ein Spezialthema wie z.B. Wasser oder erneuerbare Energien investieren. Solche Themenfonds berücksichtigen neben der Rendite auch soziale und ökologische Prämissen.

Ethikfonds: (ethic background)
Die Ethik hinter einer Geldanlage steht hier im Mittelpunkt. Entstanden ist der Begriff im angloamerikanischen Raum.

Umweltfonds/Ökofonds: (eco background)

Bei diesen nachhaltigen Fonds liegt der Fokus auf ökologischen Investitionen.

Es gibt zudem viele Mischformen der oben genannten Anlageklassen.

Nachhaltige Geldanlage bei Nachhaltigkeitsbanken

Neben diesen Anlagemöglichkeiten bieten Nachhaltigkeitsbanken spezielle Formen einer nachhaltigen Geldanlage an. Dort werden klassische Sparprodukte angeboten. Die Kundengelder werden nachhaltigen Projekten in Form von Krediten zur Verfügung gestellt. Auch Direktinvestitionen in nachhaltige Unternehmen sind möglich.

Weitere Infos zu den Möglichkeiten einer nachhaltigen Geldanlage finden auf den Internetseiten der nachfolgenden Nachhaltigkeitsbanken:

Alternative Bank Schweiz (ABS)

abs.ch

GLSBank

gls.de

Freie Gemeinschaftsbank

gemeinschaftsbank.ch

Bankcop

bankcoop.ch

Globalance Bank

globalance-bank.com

Züricher Kantonalbank

zbk.ch

Safra Sarasin AG

jsafrasarasin.ch


Autor: Bianca Sellnow
Schlagworte
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