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25. Juni 2013, Social Commerce

Durch Social Commerce von Kundenempfehlungen profitieren

Social Commerce: Was bedeutet das eigentlich? Social Commerce ist ein weiterer Verkaufskanal für Unternehmen. Foto: iStockphoto

Ein neuer Trend im Internet macht die Runde und gewinnt immer mehr Anhänger: Social Commerce heisst das Zauberwort. Was bedeutet das eigentlich und was bringt das den Verbrauchern? Warum boomt diese Form der Kommunikation und was sollte dabei beachtet werden?

Das Internet hat die Kommunikationswelt revolutioniert. Online-Shopping, soziale Netzwerke und das Zugreifen auf eine unendliche Flut an Informationen hat auch das Verbraucherverhalten verändert. Mit wenigen Mausklicks können Produktinformationen abgerufen, Vergleichsportale genutzt und Erfahrungsberichte gelesen werden. Für die Produktanbieter stellt dies eine ganz neue Situation dar. In Windeseile verbreiten sich negative wie positive Bewertungen und die User strafen Produktfehler gnadenlos ab, indem sie ihre Meinungen twittern, posten und mailen. Social Commerce ist fast schon eine logische Folge dieser Entwicklung, denn die Kommunikation zwischen Anbieter und potenziellem Kunden ist heute eine Pflicht, um im Wettbewerb bestehen zu können.

Social Commerce integriert Soziale Netzwerke

Die Social Commerce Definition lautet wie folgt: Es handelt sich dabei um die Integration sozialer Netzwerke in Online-Shops. Dabei werden die Kunden beim Kauf durchgehend begleitet, erhalten Empfehlungen, können Meinungen teilen und Tipps abrufen.

Bei Social Commerce tauschen sich User aus

Teilen ist ein entscheidender Punkt bei Social Commerce. Kunden posten ihre Erfahrungen an Freunde im Netz, was bei positiven Empfehlungen einen enormen Mehrwert für die Anbieter darstellt. AdShoppers hat errechnet, das ein durchschnittlicher Share einen Wert von 2,04 US-Dollar hat und meist von Männern zwischen 25 und 34 Jahren durchgeführt wird. Sie tun ihre Meinung unter anderem auf Facebook kund und das Unternehmen profitiert von dieser kostenlosen Werbung.

Mehrfache Untersuchungen haben ergeben, dass Verbraucher beim Produktkauft mehr auf die Meinungen ihrer Freunde und Bekannten hören, als auf die Beratung eines Verkäufers. Dem wird Social Commerce gerecht.

Social Commerce mit Gutscheinen

Angefangen hat der Hype mit Social Commerce durch den Start des Portals groupon.com, dessen Schweizer Ableger unter groupon.ch erreichbar ist. Angeboten werden dort hauptsächlich Gutscheine für Dienstleistungen im lokalen Umfeld. Essensgutscheine, Fremdsprachenkurse, Reisen, Tickets und so weiter werden zu Rabatten angeboten und Freunde können via Soziale Netzwerke eingeladen bzw. über die Angebote informiert werden.

Eine weitere Form von Social Commerce nennt sich Clubshopping. Hierbei erhält man nur Zugang auf Einladung zu den Aktionen und kann Markenartikel, vornehmlich aus dem Modebereich, weit unter dem Listenpreis erwerben. Hinzu kommen Community-Möglichkeiten und man kann die Produkte bewerten. Bei eboutc.ch werden beispielsweise täglich über 500 Verkaufsevents mit Rabatten von bis zu 80 Prozent angeboten.

Liveshopping bei Social Commerce wiederum bedeutet, dass Produkte nur eine gewisse Zeit angeboten werden und limitiert zur Verfügung stehen. Weiterhin stehen Kommunikationskanäle zur Verfügung, damit die User untereinander ihre Meinungen austauschen können. Als Beispiel hierfür steht daydeal.ch. Auf diesem Portal wird täglich ab 9 Uhr ein Produkt angepriesen, das innerhalb von 24 Stunden gekauft werden kann.

Individuelle Produktgestaltung durch Social Commerce

Eine abgewandelte Form von Social Commerce heisst Mass-Customizing. Die möglichen Kunden werden hierbei in die Produktentwicklung integriert. Kunden können online die Ware zum grossen Teil selbst kreieren und massgeschneidert auf ihre Wünsche zusammenstellen. So besteht die Möglichkeit zum Beispiel bei ww.trashic.ch massgeschneiderte Hemden durch Stoff- und Musterauswahl individuell anfertigen zu lassen. Das Angebot gilt auch für Unterwäsche und Krawatten. Hersteller können dadurch für ihre Massenproduktion herausfinden, welche Kriterien bei der Produktgestaltung besonders gefragt sind und die Kollektion auf die Kundenwünsche ausrichten.

Social Commerce bietet Nutzen für beide Seiten

Social Commerce ist für Unternehmen ein weiterer Verkaufskanal, aber auch hervorragend geeignet, um mit den Kunden zu kommunizieren, deren Meinungen einzufangen und Produkte nach deren Bedürfnissen zu konzipieren. Verbraucher profitieren ebenso davon. Zum einen sind die Angebote zum grössten Teil wirklich attraktiv und günstig. Ausserdem ermöglicht die Kommunikation bei Social Commerce mit neutralen Usern, das Nutzen von Empfehlungen, aber auch Enttäuschungen. Ähnlich wie die Kundenbewertungen bei Amazon kann man sich vor einem Kauf ein Bild über Wertigkeit, Nutzen und Qualität des Produktes verschaffen.

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