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15. Juli 2014, Social Commerce

Was ist Crowdsourcing und wo findet man Beispiele in der Schweiz?

Crowdsourcing: Was es bedeutet und  wie es funktioniert Crowdsourcing bedient sich der Masse, um Informationen und Ideen zu verbreiten und zu bewerten. Foto: marekuliasz / iStock / Thinkstock

Durch das Internet sind viele interessante Innovationen entwickelt worden. Dazu gehört auch Crowdsourcing, was eine besondere Form von Outsourcing ist. Warum dies immer mehr Unternehmen nutzen, wie es funktioniert und wer davon profitieren kann.

Der grösste Vorteil des «World Wide Web» ist, dass es die Welt miteinander verbindet. Informationen und Erkenntnisse können so blitzschnell einer Vielzahl von Menschen zur Verfügung gestellt werden. Das Crowdsourcing nutzt diesen Umstand und versucht, möglichst viel Wissen auf Plattformen zu bündeln.

Wikipedia ist Crowdsourcing in Reinform

Eine der grössten Crowdsourcing-Plattformen liefert auch gleich eine genaue Definition für dieses Phänomen. Laut Wikipedia handelt es sich beim Crowdsourcing um die Auslagerung interner Teilaufgaben eines Unternehmens an Einzelne oder eine Gruppe, die meist über das Internet kontaktiert werden. Adaptiert wurde der Begriff von der Bezeichnung Outsourcing, bei dem Unternehmensaufgaben an Dritte delegiert werden.

Crowdsourcing wendet sich also über das Netz an Experten, die bestimmte Aufgaben erledigen sollen. So, wie es auch bei Wikipedia explizit der Fall ist. Hier wurde von den Entwicklern nur die Plattform zur Verfügung gestellt, nicht aber die Beiträge. Denn mit Wissen gefüllt werden die Seiten durch einzelne User auf der ganzen Welt.

Crowdsourcing bietet unendliche Möglichkeiten

Während Crowdfunding die Realisierung einer Idee durch das Investment der Masse anstrebt, sind beim Crowdsourcing die User selbst und ihr Wissen das Kapital. Für Unternehmen ist Crowdsourcing daher eine Ideenplattform mit unermesslichen Möglichkeiten. Denn das Wissen, die Ideen und die Kreativität einer Masse von Menschen kann problemlos genutzt werden, ohne dafür Mitarbeiter einstellen zu müssen. Wie der Begriff Crowd source (Masse nutzen) ausdrückt, kann man auf eine Menge von Fachpersonen zugreifen, die ansonsten nur mit grossem Aufwand erreicht würden, wenn überhaupt.

Schweizer Plattform für Crowdsourcing

Interessante Beispiele für Crowdsourcing findet man unter anderem auf der Schweizer Plattform atizo.com. Die Seite hat eine Community mit über 20.000 kreativen Usern aufgebaut, auf die Unternehmen zugreifen können, wenn sie Produkte, Dienstleistungen oder Marketingideen entwickeln wollen.

Die Methode mit der Atizo beim Crowdsourcing strategisch vorgeht, wurde in Zusammenarbeit mit der Universität St.Gallen entwickelt. In der ersten Phase wird mit dem interessierten Unternehmen ein Workshop durchgeführt, indem die Aufgabe bzw. die Fragestellung an die Community erarbeitet wird.

Im nächsten Schritt der Crowdsourcing-Strategie wird die Community kontaktiert und die Aufgabenstellung veröffentlicht. Zudem wird ein Zeitraum festgelegt innerhalb der die Ideen eingehen müssen und es wird eine Gesamtprämie ausgeschrieben.

Anschliessend werden die zehn bis zwanzig besten Ideen herausgefiltert und allen Beteiligten präsentiert. Diese bewerten nun die besten Ideen. Es folgt die Planung sowie die Umsetzung einer oder mehrerer der beliebtesten Ideen.

Auch Banken wie PostFinance nutzen Crowdsourcing

Ebenfalls auf atizo zu finden ist ein Crowdsourcing-Projekt von PostFinance, die auf diese Weise Ideen dafür sucht, wie es möglich wäre, die ersten Wochen einer Kundenbeziehung mit jungen Erwachsenen zu gestalten und bleibende Begeisterung zu schaffen. Als Gesamtprämie wurden CHF 1.000.- ausgeschrieben. Die Ideen sind für jedermann einsehbar und wer sich registriert, kann selbst Vorschläge unterbreiten.

Autor: Bianca Sellnow

Autor: Bianca Sellnow

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