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17. Juli 2014, Personal Finance

Betrug am Geldautomaten: Wie Sie sich vor Skimming schützen

Skimming: Vorsicht vor dem Betrug am Geldautomaten Passen Sie am Geldautomaten gut auf, damit Sie beim Geld abheben nicht einem Skimming-Betrug zum Opfer fallen. Foto: iStock / Thinkstock

Immer wieder werden Geldautomaten so umgebaut, dass sie Daten von Bankkarten ausspionieren. Für die Nutzer ist die Manipulation oft schwierig zu erkennen. Doch es gibt Hinweise und Massnahmen, mit denen man sich vor dem so genannten Skimming schützen kann.

Skimming stammt aus dem Englischen und bedeutet übersetzt «abheben» oder «abschöpfen». Mit Hilfe spezieller Technik, die im Geldautomaten oder im Umfeld installiert wird, versuchen die Täter dabei die Daten auf dem Magnetstreifen der Bankkarte illegal zu lesen und den PIN-Code herauszubekommen. Mit diesen Daten heben sie dann Geld ab oder führen Transaktionen von dem Konto aus durch.

In der Schweiz kann man bei gängigen Karten zwar nur über den Chip Geld am Automaten abheben, den die Täter durch Skimming nicht bekommen. Mit den Daten vom Magnetstreifen und der PIN fahren sie daher ins Ausland und heben von dort aus Geld ab.

Skimming wird oft zu spät erkannt

Die Opfer von Skimming stellen meist erst beim Ablesen der Kontoauszüge fest, dass ihnen Geld entwendet wurde. Festzustellen, wie und wo der Kartenmissbrauch stattgefunden hat, ist dann oft schwierig.

Deshalb ist es wichtig, sich vorab möglichst gut gegen Skimming zu schützen, damit es erst gar nicht zu einem Missbrauch kommt. Dafür ist es wichtig, die Tricks der Betrüger zu kennen.

Wie Sie sich vor Skimming schützen können

Grundsätzlich sollten Sie keine Geldautomaten benutzen, die an «gefährlichen» Plätzen installiert wurden. Ältere Menschen sollten unter Umständen besser in Begleitung Geld abheben.

Wenn Sie am Geldautomaten den PIN-Code eingeben, sollten Sie dies verdeckt tun. Achten Sie darauf, dass niemand die Eingabe beobachten kann. Halten Sie die Hand oder den Geldbeutel davor. Vorsicht: Beim Skimming werden manchmal auch Kameras oberhalb der Eingabetastatur platziert, um das Eintippen zu filmen.

Achten Sie darauf, dass Personen hinter Ihnen ausreichend Abstand halten und lassen Sie sich nicht ablenken oder in ein Gespräch verwickeln. Niemals die Karte aus der Hand geben. Nach der Eingabe sollten Sie, wenn möglich, wahllos mehrere weitere Tasten drücken, da beim Skimming die letzten gedrückten Tasten mit Lesegeräten herausgefiltert werden können. Ist dies die PIN, haben die Betrüger leichtes Spiel.

Generell gilt als Schutz vor Skimming zudem, immer gründlich die Kontoauszüge zu kontrollieren. Wenn Sie Unstimmigkeiten feststellen, kontaktieren Sie schnellsmöglich Ihre Bank.

Auch das Einziehen der Bankkarte kann ein Skimming-Trick sein

Haben Sie den Eindruck, mit dem Geldautomaten stimmt etwas nicht, sollten Sie dort kein Geld abheben und eventuell die Bank informieren. Auch wenn Sie das Gefühl haben, beobachtet zu werden, sollten Sie einen anderen Geldautomaten benutzen.

Wird Ihre Bank- oder Kreditkarte aus unerklärlichen Gründen vom Geldautomaten eingezogen, informieren Sie unbedingt sofort die Bank und bleiben Sie am besten am Automaten stehen, bis ein Mitarbeiter hilft. Denn das Einziehen der Karte kann unter Umständen ein Skimming-Anschlag sein. Ist die Bank geschlossen, sollten Sie die Bank- oder Meastro-Karte umgehend sperren lassen oder im Zweifelsfall die Polizei unter 117 informieren.

Anti-Skimming-Kampagne

Die Schweizer Polizei hat die Kampagne «Stop Skimming» ins Leben gerufen und informiert auf der Plattform stop-skimming.ch umfangreich über das Thema. Sie erhalten dort wertvolle Tipps zu Schutz- und Verhaltensmassnahmen.

Autor: Bianca Sellnow

Autor: Bianca Sellnow

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  • Betrug am Geldautomaten: Wie Sie sich vor Skimming schützen
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